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Mainz 05 : Ein Hoch zum Abschied

Spielt sich wieder in den Vordergrund: Giulio Donati von Mainz 05, hier im Duell mit Schalkes Oczipka Bild: EPA

Mainz 05 kann sich mit etwas Glück gegen Fortuna Düsseldorf den Klassenerhalt sichern. Mit dabei dürfte Giulio Donati sein. Der Italiener spielt sich wieder in den Vordergrund.

          Rund um das Bundesligaspiel gegen Fortuna Düsseldorf an diesem Karsamstag (15.30 Uhr) lädt Mainz 05 zum Familientag ein. Es gibt Programm für kleine, aber auch größere Gäste schon in den Stunden vor dem Fußballspiel rund um das Stadion. Bei all dem Trubel sah sich Trainer Sandro Schwarz genötigt zu betonen, dass nicht nur vor und nach dem Spiel Programm geboten werde, sondern auch während des Spiels. „Wir haben auch in den 90 Minuten vor, Unterhaltung zu bieten“, sagte Schwarz.

          Seiner Mannschaft könnte mit einem Heimsieg – bei ein wenig Hilfe durch den FC Augsburg – am fünftletzten Spieltag der Saison der Verbleib in der ersten Bundesliga gelingen. Solch einen entspannten Saisonausklang haben die Rheinhessen seit einigen Jahren nicht mehr erlebt. „Wir haben uns nie damit beschäftigt, wann wir den Klassenerhalt erreichen könnten“, sagt Schwarz: „Wir haben jetzt das geile Spiel gegen Fortuna Düsseldorf, um auch rechnerisch den Deckel draufzumachen.“

          Nur 30 Minuten im Einsatz

          Vermutlich wird auch Giulio Donati wieder mitwirken. In der Hinserie kam der 29 Jahre alte Italiener lediglich auf eine Einwechslung für die letzte halbe Stunde. Im Winter wollte er deshalb den Verein verlassen, hatte aber kein für ihn akzeptables Angebot erhalten. Und so entschloss er sich, bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit nach dieser Spielzeit weiter in Mainz sein Glück zu versuchen. In seinen letzten Wochen im rot-weißen Trikot hat er Daniel Brosinski noch einmal aus der Startformation verdrängt, einen jener Spieler, die eigentlich zum Kernteam der langjährig in Mainzer Diensten stehenden deutschen Profis um die Kapitäne Niko Bungert und Stefan Bell sowie Danny Latza zählt. Brosinski und der am Samstag wohl ohnehin nach einer Verstauchung (Fuß) fehlende Bell hatten zuletzt keinen guten Stand beim Trainer, „rein aus Leistungsgründen“, wie Schwarz erklärte. Donati hat sich dagegen zuletzt empfohlen: „Ich bin glücklich, wie er sich in der Gruppe verhalten, top professionell trainiert hat“, sagt Schwarz. „Dann eröffnen sich in einer langen Saison Möglichkeiten.“

          „Der Trainer hat mit mir immer offen und ehrlich gesprochen. Das habe ich akzeptiert. Deshalb habe ich meine Situation angenommen“, sagte Donati schon nach seinem ersten Startelfeinsatz gegen Schalke 04 im Februar: „Ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt noch einmal mithelfen kann.“ Der späte Aufschwung wird aber nichts daran ändern, dass der 2016 aus Leverkusen den Rhein hinauf gewechselte Donati den Klub nach Ende der Saison und nach dreieinhalb Jahren wieder verlassen muss.

          Im Training engagiert

          In den ersten drei Spielzeiten hatte der temperamentvolle und einsatzfreudige Rechtsverteidiger tiefere Spuren in Mainz hinterlassen. Insgesamt lief er in der Bundesliga 78 Mal auf und trug gerade in der Schlussphase der vergangenen Saison dazu bei, dass Mainz 05 im Kampf um den Klassenverbleib noch die Kurve bekam. Schon damals hatte Donati einmal seinen Willen geäußert, den Verein verlassen zu wollen, weil er mit der Situation am Rande des Abgrunds sichtlich unzufrieden war.

          „Giulio blieb aber auch da schon stets Profi und hat sich nicht im Training hängen lassen“, sagt Schwarz. So darf Donati vor seiner wahrscheinlichen Rückkehr nach Italien noch auf das Ende einer Negativserie hoffen, die über seinen dann insgesamt sechs Jahren in der Bundesliga lastet. In bislang 121 Spielen hat er noch kein Tor erzielt.

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