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Darmstadt vor Bielefeld-Spiel : Knallharte Analyse

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Gibt die Richtung vor: Darmstadts Trainer Dirk Schuster will „Zweikampfhärte und Aggressivität“ von seiner Mannschaft sehen. Bild: dpa

Nach der Niederlage mit vier Gegentoren in Dresden kommt das Spiel gegen Bielefeld für Darmstadt 98 zur rechten Zeit. Trainer Schuster fordert Zweikampfhärte und Disziplin von seiner Mannschaft.

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          Vier Jahre ist es her, dass sich die „Lilien“ in denkwürdigen Relegationsduellen über Arminia Bielefeld hinwegsetzten und in die zweite Liga aufstiegen. Eine Wegmarke in der Geschichte des SV Darmstadt 98, nicht mehr als eine hübsche Erinnerung in der Vorbereitung auf das Duell an diesem Dienstag (18.30 Uhr) im Stadion am Böllenfalltor.

          In den wenigen Stunden, die zwischen dem Abpfiff des mit 1:4 Toren verlorenen Matches bei Dynamo Dresden und dem Anpfiff der nächsten Zweitligaaufgabe liegen, standen bei den Südhessen andere Dinge auf dem Programm. Kurzum: Aufzeigen der Fehler und Versäumnisse in Sachsen, die Köpfe wieder hochnehmen vor dem Heimspiel.

          „Luft nach oben“

          Schließlich kann der SVD bei einem Sieg auf einen Aufstiegsrang springen. „In Sachen Mentalität, Zweikampfhärte und Aggressivität haben wir uns für Bielefeld ein wenig Luft nach oben gelassen“, sagte Chefcoach Dirk Schuster. Der Darmstädter Trainerstab hatte sich schon auf dem Rückflug und in der Nacht auf Sonntag einer „knallharten Analyse“ verschrieben, so Schuster. Mit der Folge, dass das Videostudium mit der Mannschaft etwas mehr Zeit benötigt hat.

          Der „Lilien“-Betrieb hat sich noch mal vor Augen geführt, dass die (vornehmlich durch abgefälschte Schüsse zustande gekommenen) Gegentreffer auch, aber eben nicht nur mit Pech zu tun hatten, sondern auch am mangelndem Zupacken und zu wenig beherztem Einschreiten gegen Dresdner Angriffe lagen. „Wir haben nicht so aggressiv und diszipliniert bei gegnerischem Ballbesitz gearbeitet, wie es sein sollte“, so Schuster. Man habe den Profis nun „gesagt, was wir wollen und was wir nicht mehr wollen“.

          Und so herrscht übereinstimmend die Meinung, dass es den Darmstädtern gut in den Kram passt, dass die Chance zur Wiedergutmachung so schnell eintritt. „In einer langen Woche nagt so eine Niederlage länger an dir“, sagt Innenverteidiger und ehemaliger Dresdner Marcel Franke. „Wir wollen wieder aufstehen und am Dienstag Punkte holen. Nur das zählt.“

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