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Mainz-Torwart Zentner : „Ich habe den Elfmeterpunkt für den Ball gehalten“

„Ich ging fest davon aus, dass der Ball vor mir liegt“: Robin Zentner. Bild: Reuters

Robin Zentner liefert die Slapstick-Einlage des Spieltags. Im Interview spricht der Torwart von Mainz 05 über die kuriose Szene, seine Gedanken und die Reaktionen auf seinen Phantom-Pass.

          Robin Zentner sorgte für die Szene des Spieltags in der Fußball-Bundesliga. Der Torwart von Mainz 05 spielte beim 1:1 in Mönchengladbach einen Phantom-Pass, wie ihn die Bundesligageschichte zuvor noch nicht gesehen hatte. Im Interview spricht er über seine Slapstickeinlage.

          Bundesliga
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          Herr Zentner, Sie werden wohl als erster Phantom-Passgeber in die Bundesliga-Geschichte eingehen. Was war da los?

          Ich habe einen kurzen Rückpass gespielt bekommen, habe den Ball angenommen und dabei schon geschaut, wem ich den Ball weiterspiele. Ich ging fest davon aus, dass der Ball vor mir liegt. Ich habe den Elfmeterpunkt wohl aus dem Augenwinkel heraus für den Ball gehalten. Tatsächlich hatte er Backspin und war ein paar Meter weitergerollt. Also habe ich in die Luft getreten und erst dann gemerkt, dass der Ball nicht mehr da war.

          Können Sie selbst über die Szene lachen?

          Ich habe die Szene nach dem Spiel am Fernseher gesehen. Es sah sicher schon recht lustig aus für alle im Stadion und zuhause am Fernseher, für mich war sie natürlich weniger lustig. Glücklicherweise ist ja nichts passiert und ich konnte den Ball noch klären. Irgendwann werde ich da sicher auch drüber lachen können.

          Sie dürften berühmt werden in den sozialen Medien, die englische Fußball- und Twitter-Ikone Gary Lineker hat Ihre Szene mit den Worten „This is sensational“ retweetet.

          Damit ist wohl zu rechnen. Ich gehe auch davon aus, dass die Jungs in der Kabine mich jetzt noch ein wenig hochnehmen.

          Die Ersatzspieler hinter Ihrem Tor haben Sie unmittelbar nach der Szene lachend ermuntert. Was haben die gesagt?

          An die Worte kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber ich habe gespürt, dass die Jungs mich positiv pushen wollten. Das spricht für den Geist in unserem Team.

          Haben Sie deshalb danach noch ein Spiel abgeliefert, dass Ihr Sportdirektor Rouven Schröder in höchsten Tönen lobte? Es war erst Ihr zweites Bundesligaspiel, Sie hätten auch an der Situation zerbrechen können …

          Ich habe das schnell abgehakt und einfach mein Spiel weitergespielt. Das einzige, was mich jetzt nicht ganz zufrieden macht ist, dass wir mit unserer Leistung heute mehr verdient hatten als ein Unentschieden.

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