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Vor Innenministerkonferenz : Beuth beharrt auf schärferen Strafen für „Bengalo“-Zündler

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Ob in Hamburg, Frankfurt oder Dortmund: Pyrotechnik in Stadien sorgt immer wieder für Ärger Bild: dpa

Seit Jahren führen Politiker einen weitgehend vergeblichen Kampf gegen Pyrotechnik in Fußballstadien. Hessens Innenminister Beuth probiert es gleichwohl abermals. Auch zu einem neuen Debattenbeitrag hat er eine klare Meinung.

          Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth lehnt weiterhin jede Art von Pyrotechnik in Fußballstadien ab. Es gebe keine gute oder schlechte Pyrotechnik, betonte der CDU-Politiker in Wiesbaden. Selbst Fackeln mit 200 oder 300 Grad seien brandgefährlich für jeden Stadionbesucher und könnten zu schweren Verletzungen führen. „Deshalb sind sie auch zurecht verboten“, sagte der Minister und warnte vor einer Diskussion über den Einsatz von sogenannter „kalter“ Pyrotechnik als Alternative zu den mehr als 1000 Grad heißen „Bengalos“.

          Beuth bekräftigte anlässlich der Innenministerkonferenz in Magdeburg seinen Vorstoß nach einer deutlichen Strafverschärfung beim Einsatz von Pyrotechnik in Fußballstadien mit der Androhung einer Haftstrafe. In dieser und der vergangenen Spielzeiten habe sich gezeigt, dass sich trotz Strafen von den Vereine wie Stadionverboten oder Bußgeldern der Behörden bei einem geringen Teil von gewaltbereiten Personen keine Verhaltensänderung eingestellt habe.

          „Nur weil rücksichtslose Chaoten das Abfackeln von Pyros zu einem Kulturgut erklären, darf doch der Staat nicht ein Auge zudrücken und sie gewähren lassen“, mahnte der Minister. „Wir ziehen uns auch nicht aus kriminellen Brennpunktgegenden zurück, weil es bei einzelnen Verbrechern dort zum Alltag gehört, Straftaten zu begehen.“ Eine drohende Haft entfalte aus kriminologischer Sicht sowohl eine general- wie auch spezialpräventive Wirkung.

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