https://www.faz.net/-gzg-9rm82

Hessen : Politik entscheidet nicht, ob E-Sport als Sport gilt

  • Aktualisiert am

Innenminister Beuth: Die Anerkennung von E-Sports als Sportart ist nicht Aufgabe der Politik. Bild: dpa

Ob E-Sport als Sport zählt, ist laut Innenminister Beuth nicht Entscheidung von Politik, sondern des jeweiligen Landessportbunds. Der Deutsche Olympische Sportbund entzog sich dieser Aufgabe bisher jedoch.

          1 Min.

          Eine mögliche Anerkennung von Computerspielen als förderfähige Sportart liegt nach den Worten von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) in den Händen von Sportverbänden. Dies sei keine Angelegenheit der hessischen Landespolitik, sagte er am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. Was im jeweiligen Bundesland als Sport gelte, bestimme der zuständige Landessportbund, ergänzte der Linken-Abgeordnete Hermann Schaus. Eine übergeordnete Beurteilung sei die Aufgabe des Deutschen Olympischen Sportbundes, der eine Anerkennung schon mehrmals abgelehnt hat.

          Der AfD-Parlamentarier Karl Bolldorf hatte in einem Antrag die Landesregierung aufgefordert, E-Sports als Sport anzuerkennen und finanziell zu unterstützen. Das Spielen von Videospielen könne die Motorik und das taktische Verständnis schulen, sagte Bolldorf.

          Vanessa Gronemann von den Grünen erklärte, Bolldorf vermische zwei Dinge, die nicht zusammengehörten: Kommerz und die wesentlichen Werte des Sports. Der SPD-Abgeordnete Bijan Kaffenberger warf der AfD-Fraktion reinen Aktionismus ohne eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema vor. Als E-Sports wird das sportwettkampfmäßige Spielen von Video- und Computerspielen bezeichnet.

          Weitere Themen

          Rätselhafte Rituale

          Kolumne: „Überm Teich“ : Rätselhafte Rituale

          Als Gast in Amerika ist einem manches fremd. Zum Beispiel die Art und Weise auf die Sportarten, Soldaten und die Nationalhymne zelebriert werden. Mit Bundesligaspielen ist das nicht zu vergleichen.

          Topmeldungen

          Gestärkt: Der türkische Staatspräsident Erdogan spricht am Sonntag mit türkischen Journalisten

          Türkische Offensive : Erdogans Gewinn

          Wieder einmal stärkt eine Krise, die der türkische Staatspräsident ausgelöst hat, seine innenpolitische Stellung. Die ausbleibende internationale Unterstützung aber dürfte einen hohen Preis haben.
          Zweimal Gündogan: Kimmich schreit seine Erleichterung über die Treffer des Kollegen heraus.

          3:0 für Deutschland : Geduldsspiel in Tallinn

          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss einen frühen Platzverweis von Can verkraften, gewinnt aber nach zähem Beginn 3:0 in Estland. Gündogan trifft zweimal, Werner setzt noch einen drauf.
          Was denkt die Queen über den Brexit? Die britische Königin Elisabeth II. im Mai 2019.

          Brexit-Streit : Die Queen liest Johnson

          Elisabeth II. trägt an diesem Montag im Unterhaus das Regierungsprogramm des Premierministers Boris Johnson vor. Im Zentrum steht der Brexit-Prozess, der gerade in einer entscheidenden Phase ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.