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Sperrung der Salzbachtalbrücke : Kammern sprechen von „Katastrophe“ für die Region

  • -Aktualisiert am

Keine gute Aussicht: Der Verkehr erlahmt an der Salzbachtalbrücke. Bild: Frank Röth

Eine marode Brücke und die Folgen fürs Rhein-Main-Gebiet: Nach der Sperrung der Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden sind die Ausweichstrecken überlastet. Die Kammern üben heftige Kritik. Wirtschaftsminister Al-Wazir verteidigt die Sperrung.

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          Überlastete Ausweichstraßen, lange Staus, genervte Buspassagiere, ungeduldige Auto- und Lastwagenfahrer: Der Beginn der ersten Arbeitswoche nach der Sperrung der Salzbachtalbrücke sowie der darunterliegenden Bundesstraße und der Bahngleise verlief wie befürchtet, auch wenn der Verkehrskollaps ausblieb. Rund 80000 Autos rollen eigentlich täglich über die am Freitag vorsorglich gesperrte Salzbachtalbrücke. Ihre Fahrer müssen nun auf nicht absehbare Zeit neue Wege finden. Pendler berichteten am Montag, auf dem Weg in Richtung Frankfurt vor der Ableitung bei Wiesbaden-Biebrich rund 30 Minuten im Stau gestanden zu haben. Zeitweise reichten die Autoschlangen auf der A66 bis zum Schiersteiner Kreuz zurück.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Für diese Autofahrer ging es nach der erzwungenen Abfahrt vor der maroden Brücke auf der Biebricher Allee weiter nur stockend vorwärts. Zeitweise kam der Verkehr innerstädtisch zum Erliegen. Alle empfohlenen Umleitungsstrecken waren schon zu früher Stunde überlastet. Die Verkehrssender rieten den ganzen Tag über, Wiesbaden weiträumig auf den Autobahnen 643, 60 und 67 zu umfahren. Mit dem Ende der gewohnten Hauptverkehrszeiten lösten sich die Staus am Montag erwartungsgemäß nicht auf, weil dafür das Verkehrsaufkommen unter den gegebenen Einschränkungen zu hoch war.

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