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Sparen an Weihnachten : Second Hand ist fast geschenkt

  • -Aktualisiert am

Smartphones kann man auch gut gebraucht verschenken. Bild: dpa

Gebrauchtes Spielzeug, überholte Smartphones oder Parfum unter den Weihnachtsbaum zu legen spart Geld und schont die Umwelt – doch wo findet man was am besten?

          3 Min.

          Was darf es dieses Jahr zu Weihnachten sein? Das neueste Smartphone oder das Playmobilschloss für den Nachwuchs? Ein edles Parfüm, eine Seidenkrawatte? Egal, was an Heiligabend ungeduldig aus der liebevollen Verpackung geschält wird – es muss nicht unbedingt neu gekauft werden. Was sich schon länger als Trend anbahnt, gilt mühelos auch für den Einkaufswahnsinn am Ende eines jeden Jahres: Geschenke aus zweiter Hand sparen nicht nur Ressourcen, sondern schonen auch den Geldbeutel.

          Ob bei einem Bummel durch den Secondhandladen um die Ecke oder in sämtlichen Gebrauchtportalen im Internet: Wer sucht, wird in den meisten Fällen auch fündig. Das zunehmende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und das entsprechend schlechte Gewissen beim Griff zu Neuware belebt den Gebrauchtmarkt. Mehr als ein Drittel der Deutschen hat laut dem Marktforschungsinstitut Ipsos schon einmal etwas Gebrauchtes unter den Weihnachtsbaum gelegt. Doch gerade für Christkinder ab fünfzig ist es noch ungewohnt, Gebrauchtes zu verschenken. Die Mehrheit dieser Altersgruppe kauft ausschließlich neue Produkte, wie Ipsos herausfand – aus zweiter Hand wird von ihnen da häufig noch als zweite Wahl betrachtet. Aber auch für jüngere Neueinsteiger beim Thema Secondhand ist das Angebot mittlerweile schon unübersichtlich geworden. Eine kleine Übersicht zeigt, wo die beliebtesten und häufig auch teuersten Geschenke am besten zu finden sind.

          Handys und Elektronik

          Gerade bei Smartphones und Tablets ist das Misstrauen gegenüber der Qualität von Secondhandware groß. Dabei kann sich in dieser Kategorie der Abschied von der Neuware – die bei Smartphones im Schnitt 424 Euro kostet – lohnen. Wer hier Geschenke aus zweiter Hand testen möchte, ist in puncto Auswahl, aber auch bei Preis- und Garantiefragen mit den Anbietern im Internet besser beraten als mit den kleinen An- und Verkaufsadressen in der Stadt. Insbesondere die Portale „Rebuy“ und „Asgoodasnew“ bieten eine große Auswahl beliebter Modelle, die geprüft und bei Bedarf repariert werden, diese sind oft erkennbar an dem Begriff „refurbished“. Der Zustand des Geräts reicht da von „neu“ über „gut“ bis hin zu „akzeptabel“. Wen kleine Gebrauchsspuren nicht stören, kann bei den am häufigsten gekauften Smartphones aus diesem Jahr wie einem Samsung Galaxy S10 oder einem iPhone XR 200 bis 300 Euro sparen. Das Gleiche gilt für Tablets oder Playstations, die ebenfalls angeboten werden. Darüber hinaus bietet „Asgoodasnew“ 30 Monate, „Rebuy“ sogar drei Jahre Garantie, falls das Gerät doch Mängel aufweist. Dafür haben die Portale vor einem Jahr eine Empfehlung des gemeinnützigen Verbraucher-Ratgebers Finanztip bekommen.

          Kleidung und Accessoires

          Ist das Internet die beste Adresse für Elektronik, so gilt das Gegenteil für Kleidung und Accessoires. Das liegt vor allem daran, dass der Kauf von Anziehsachen und Schmuckstücken eher eine Bauch- als eine Kopfentscheidung ist. Pullover und Schals will man gern fühlen, Handtaschen und Krawatten zumindest mal angehalten haben, bevor man sie für das geeignete Präsent befindet. Natürlich wird, wer etwas Bestimmtes sucht, schneller auf Marktseiten wie „Kleiderkreisel“ fündig. Doch wem das Flanieren oder vielleicht sogar das Wühlen in der Vorweihnachtszeit Spaß bereitet, kommt in der großen Auswahl an Frankfurter Secondhandläden auf seine Kosten. Für Markenkleidung und Hochwertiges sind Frankfurter Läden wie Aurum und Bonne Chance am Eschenheimer Tor oder Aschenputtel am Römer die richtige Adresse. In dem kleinen Secondhandladen Outflip in Bornheim findet man zwischen einer guten Auswahl an Mänteln und Schuhen den ein oder anderen günstigen Kaschmirpullover – außerdem gibt es hier eine separate Ecke für Sportzubehör und Rucksäcke.

          Für den kleinen Geldbeutel bieten sich Sozialkaufhäuser von Oxfam oder Caritas an, die gut sortiert Kleidung und Schuhe anbieten. Wer nach altem Schmuck, Uhren oder sonstigen kleinen Raritäten sucht, sollte bei dem Raus-aus-dem-Keller-Laden in Bockenheim vorbeischauen, ein Flohmarktladen, in dem private Schätze ausgestellt werden.

          Parfüm und Kosmetik

          Viele kennen das: Man testet einen Duft in der Drogerie, ist begeistert – und nach kurzer Zeit hat man die Note des Parfüms bereits satt und ein fast voller Flacon verstaubt im Regal. Und obwohl Online-Marktplätze wie gebraucht.de oder parfumbazar.de genau diese kaum benutzten Produkte privater Verkäufer anbieten, sind teure Düfte und Cremes die wohl unbekannteste Secondhand-Kategorie, die gleichzeitig besonders gern zu Weihnachten verschenkt wird. Ein Klick durch die Website der Anbieter lohnt sich, denn hier gibt es fast jede Marke zu einem deutlich niedrigeren Preis. Außerdem wird neben dem angebotenen Produkt auch der Verkäufer samt Foto sowie eine Schätzung des Füllstandes angezeigt. Das Portal selbst prüft als Zwischeninstanz die Qualität und stellt das Produkt, falls es doch nicht gefällt, bis zu sieben Tage später gebührenfrei wieder ein.

          Kinderspielzeug und -kleidung

          Einen Wunsch auf der Liste an den Weihnachtsmann kann man schwer abschlagen. Und Kindern lässt sich auch schwieriger erklären, warum nachhaltige Holzfiguren mindestens genauso gut sind wie Playmobil. Hier ist also das Original gefragt – und das findet sich online und offline zuhauf. Auch da gilt: Zum Stöbern geht man am besten zu Kinder-Secondhandläden wie Yasmini in Bockenheim oder Matilda im Brückenviertel, die neben Kleidung für Babys und Kinder auch Spielzeug und Geschenkideen bereithalten.

          Wer dagegen vom Nachwuchs konkrete Anweisungen bekommen hat, für den ist etwa das Portal gebraucht.de oder auch die Kleinanzeigenrubrik von Ebay eine gute Online-Adresse, um bei Markenspielzeug von Lego oder Ravensburg Geld zu sparen. Manchmal ist das perfekte Geschenk auch gar nicht so weit weg: Bei dem Portal nebenan.de kann man Aussortiertes unter Nachbarn verkaufen, tauschen oder, weil Weihnachten ist, am besten gleich verschenken.

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