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Pharmabranche : Warum die Übernahme durch Grifols gut für Biotest sein dürfte

Blutplasma-Anlage von Biotest in Dreieich Bild: Lucas Bäuml

Der Blutplasma-Spezialist Biotest bekommt einen neuen Eigner. Damit enden Hoffnungen, die mit dem bisherigen chinesischen Besitzer verbunden waren. Aber es gibt unter Grifols auch Chancen.

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          Am Freitagmorgen in aller Frühe kam die Nachricht, wenige Stunden später fand in Barcelona eine Pressekonferenz statt, die in Dreieich auf große Aufmerksamkeit gestoßen sein dürfte: Dort verkündete Raimon Grifols Ruora, dass der auf die Herstellung von Arzneimitteln aus Blutplasma spezialisierte Konzern Grifols plant, den hessischen Konkurrenten Biotest aus Dreieich zu übernehmen. Es geht um Milliarden: Der Konzern mit Sitz in Barcelona will sich die Übernahme von Biotest rund 1,9 Milliarden Euro kosten lassen. Der chinesische Mehrheitseigentümer Creat, dem Biotest seit 2017 gehört, hat seine Beteiligung für 773 Millionen Euro an die Spanier verkauft, die zudem ein Millionen-Darlehen übernehmen. Die übrigen Biotest-Aktionäre sollen ein Übernahmeangebot erhalten, heißt es.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Damit endet bei Biotest ein Kapitel, das vor knapp vier Jahren hoffnungsvoll begann. Denn eigentlich hatte sich das hessische Unternehmen, das aus Blutplasma Medikamente etwa zur Behandlung von Bluterkrankheiten und Auto-Immunstörungen entwickelt, vom damaligen Einstieg des chinesischen Investors Creat Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte erhofft und mithin die Chance, die internationale Präsenz auszubauen.

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