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Sozialpsychologe im Gespräch : „Wer alle Verschwörungstheorien ablehnt, ist naiv“

Braune Gefahr aus dem All? Zum Glück nur Promotion für den Film „Iron Sky“ (2009) Bild: akg-images

Was bringt Menschen dazu, an Nazis auf dem Mond und ferngesteuerte Politiker zu glauben? Roland Imhoff geht dieser Frage nach. Er hält wenig davon, Verschwörungsgläubige für krank zu erklären.

          5 Min.

          Verschwörungstheorien scheinen Konjunktur zu haben – ein aktuelles Beispiel ist die in Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise verbreitete Mär vom geplanten „Bevölkerungsaustausch“. Glauben wirklich mehr Leute als früher solchen und anderen Unsinn?

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Historiker sagen, dass Verschwörungstheorien vom Beginn der Aufklärung an eher orthodoxes Wissen waren – das heißt, sie wurden von den Mächtigen verbreitet. Nehmen Sie die „Protokolle der Weisen von Zion“, eine antisemitische Fälschung, oder die NS-Propaganda von der „jüdischen Weltverschwörung“.

          Nach 1945 wurden solche Theorien zu heterodoxem Wissen, sie wurden an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Der jetzt zu beobachtende Einzug derartiger Ideen in zentrale gesellschaftliche Diskurse ist also womöglich gar kein Einzug, sondern eine Rückkehr.

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