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Krise in der Diözese : Sorgentelefon im Bistum Limburg „intensiv“ genutzt

  • Aktualisiert am

Limburger Sorgentelefon: Anrufer berichten über ihren Ärger, über Kränkungen und Enttäuschung oder wollten einfach „Dampf ablassen“ (Symbolbild) Bild: dpa

Das infolge der Affäre um den abgelösten Bischof Tebartz-van Elst im Bistum Limburg eingerichtete Sorgentelefon wird rege genutzt. Mitarbeiter berichteten über Ärger und Kränkungen - es gehe aber nicht nur um den Bischof.

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          Das Sorgentelefon des Bistums Limburg ist seit rund einem Monat erreichbar und wird anscheinend gut angenommen. „Es wird intensiv genutzt“, sagte der Seelsorger Ludwig Reichert in Hofheim. Die Anrufer berichteten über ihren Ärger, über Kränkungen und Enttäuschung oder wollten einfach „Dampf ablassen“. Bei den Gesprächen gehe es aber nicht allein um Erlebnisse mit dem früheren Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, sondern auch um die allgemeine Gefühlslage angesichts der Krise in der Diözese.

          Das Telefon wurde als Reaktion auf den Skandal um den Oberhirten eingerichtet und soll den Mitarbeitern die Möglichkeit zur anonymen Aussprache bieten. Die Mitarbeiter - Seelsorger, Ehrenamtliche der Gremien und Caritas-Beschäftigte - können noch bis Ende November anonym ihr Herz ausschütten. Ihre Gesprächspartner sind Mitarbeiter des Instituts für Geistliche Begleitung im benachbarten Bistum Mainz sowie die Seelsorger des „Refugiums“ der Limburger Diözese in Hofheim.

          Das Bistum war wegen des Finanzskandals um Tebartz-van Elst in die Krise geraten. Der abberufene Limburger Bischof lebt mittlerweile in Regensburg.

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