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Sorge um Arbeitsplätze : Deutsche Städte Medien GmbH bereitet ihren Verkauf vor

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Die Gesellschafterversammlung der Deutsche Städte Medien GmbH (DSM) wird am 26. Juni in Frankfurt den Weg für den Verkauf des Unternehmens frei machen. Auf der Tagesordnung der Vertreter von 28 deutschen ...

          Die Gesellschafterversammlung der Deutsche Städte Medien GmbH (DSM) wird am 26. Juni in Frankfurt den Weg für den Verkauf des Unternehmens frei machen. Auf der Tagesordnung der Vertreter von 28 deutschen Städten steht nach den Worten des Aufsichtsratsvorsitzenden Constantin Alsheimer, des Büroleiters des Frankfurter Kämmerers Horst Hemzal (CDU), die Satzungsänderung, daß künftig nicht mehr nur Städte mit mehr als 150000 Einwohnern, sondern auch private Dritte Eigentümer sein können. Außerdem soll der Konsortialvertrag gebilligt werden, der unter anderem das Auktionsverfahren für die Veräußerung unter Federführung Hemzals regelt. Vorgesehen ist ein dreistufiges Bieterverfahren, um den höchstmöglichen Verkaufspreis zu ermitteln. Die Kommunen müssen nun jeweils der Veräußerung zustimmen - allerdings ohne zu wissen, was sie am Ende bekommen werden.

          Bremen befindet sich nach den Worten des stellvertretenden Senatssprechers Stefan Luft "zur Zeit in der Phase der inhaltlichen Bewertung des Veräußerungsvorgangs. Eine abschließende Position wurde noch nicht erarbeitet." Die Stadt Essen hat das Verfahren vom Regierungspräsidium Düsseldorf, ihrer Kommunalaufsicht, prüfen lassen und nach den Worten ihres Sprechers Detlef Feige ohne Auflagen genehmigt bekommen. Wie groß die Spanne ist, zeigt die Differenz zwischen den in der Öffentlichkeit kursierenden Zahlen von bis zu 400 Millionen Euro und den von Fachleuten für möglich gehaltenen 250 bis 300 Millionen. "Der Preis ist zur Zeit seriös nicht bestimmbar", sagt Alsheimer.

          Die DSM ist mit einem Anteil von gut 30Prozent Marktführer in der Außenwerbung, so daß alle Beteiligten auf einen entsprechend hohen Verkaufspreis hoffen. Stimmen Ende des Monats Vertreter von mindestens 75 Prozent des Stammkapitals zu, kann das Geschäft abgewickelt werden. Frankfurt ist mit 25,98 Prozent größter Anteilseigner des 1922 als "Städte Reklame GmbH" gegründeten Unternehmens. Zweitgrößter Mitbesitzer ist München mit rund 19,68 Prozent, gefolgt von Essen mit 12,3 Prozent. Die anderen Beteiligten - in Hessen Kassel (7,38 Prozent), Darmstadt und Wiesbaden (je 1,97) - halten jeweils deutlich weniger als zehn Prozent.

          Die Einnahmen aus der DSM, sowohl aus dem laufenden Geschäft als auch aus einer Veräußerung, werden den Kommunen nicht nach der Höhe ihrer Anteile zufließen, sondern nach einem Schlüssel, der sich zu 60 Prozent aus den Ertragswerten der einzelnen DSM-Niederlassungen und zu 40 Prozent nach der Beteiligungshöhe bemißt. Der Schlüssel ist somit auch ein Indikator der Werbeattraktivität einer Kommune. Dabei schneidet München mit 22 Prozent am besten ab. Frankfurt soll 20,11 Prozent, Essen 7,4 Prozent des Erlöses bekommen. Alsheimer hebt hervor, daß dieses Verfahren "unter betriebswirtschaftlichen und juristischen Gesichtspunkten" von der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers ermittelt worden sei. Es folge im übrigen den zur Zeit geltenden Prinzipien der Gewinnverteilung der DSM an ihre 28 Anteilseigner.

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