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Sommerzeit in Hessen : Starkes Reiseaufkommen zu Ferienbeginn erwartet

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Alle Jahre wieder: Zu Beginn der Sommerferien müssen sich Reisende auf lange Wartezeiten einstellen (Symbolbild). Bild: dpa

Die Sommerferien stehen in Hessen und Rheinland-Pfalz unmittelbar bevor. Insbesondere im Rhein-Main-Gebiet erwarten Verkehrsexperten ein extremes Reiseaufkommen.

          Zu Beginn der Sommerferien in Hessen und Rheinland-Pfalz geht es für Schüler und deren Eltern in den Urlaub. Insbesondere im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet müssen sich die Reisenden deshalb auf volle Autobahnen am ersten Ferienwochenende einstellen, wie ein Sprecher des ADAC Hessen-Thüringen mitteilte. Der ohnehin starke Transitverkehr treffe dann auf den einsetzenden Reiseverkehr.

          Insbesondere an den vielen Baustellen entstünden für die Pendler, Urlauber und Transit-Fahrer leicht Staus. Besonders belastet sind nach Angaben des ADAC die Autobahn 3 zwischen Frankfurt und Nürnberg, die A6 zwischen Kaiserslautern und Mannheim, sowie die A5 zwischen Frankfurt und Karlsruhe.

          Bis zu 240.000 Fluggäste pro Tag

          Hochbetrieb herrscht am kommenden Wochenende auch am Frankfurter Flughafen. Bis zu 240.000 Fluggäste werden pro Tag erwartet, teilte der Betreiber Fraport mit. „Das sind neue Spitzenwerte, die dafür sorgen, dass die Infrastruktur unserer beiden Terminals den ganzen Sommer über nahezu voll ausgelastet sein wird“, sagte ein Sprecher vom Flugbetriebs- und Terminalmanagement.

          Im vergangenen Sommer hatte es Probleme bei der Abfertigung an den Sicherheitskontrollen gegeben. Dieses Jahr sehen sich Fraport und die Bundespolizei, die für die Abfertigung verantwortlich ist, zu Beginn der Sommerferien besser gerüstet. „Unter anderem wurden Dienst- und Arbeitszeiten an die zu erwartenden Passagierspitzen angepasst“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Außerdem habe man frühzeitig anhand der erwarteten Passagierzahlen zusätzliches Personal bei den Sicherheitsdienstleistern angefordert.

          Um die Passagiere zügig kontrollieren zu können, wurden bereits 2018 insgesamt acht neue Kontrollspuren eingerichtet, wie eine Fraport-Sprecherin sagte. Sieben weitere seien derzeit in Arbeit. Sie sollen vom 17. Juli an betriebsbereit sein. Vor der Reisewelle im Sommer plante Fraport noch einmal 400 Leute im Bereich Luftsicherheit einzustellen. Im vergangenen Jahr wurden bereits 1350 neue Stellen zusätzlich für die Flugzeugabfertigung und Sicherheitskontrollen besetzt.

          Probleme bei Infrastruktur sorgen für Warteschlangen

          Der Präsident des Bundesverbandes für Luftsicherheitsunternehmen, Udo Hansen, wolle dennoch nicht, dass das Sicherheitspersonal für die langen Warteschlangen verantwortlich gemacht werden. Oft seien Probleme bei der Infrastruktur und der Planung die eigentlichen Auslöser. Jeder Passagier könne aber auch einen Beitrag für eine schnelle Abfertigung leisten. Hansen bittet deshalb die Urlauber sich rechtzeitig zum Flughafen zu begeben und die Vorgaben für Flüssigkeiten, verbotene Gegenstände sowie die Größe und Menge der Handgepäckstücke zu beachten.

          Der Beginn der Ferien sei für den Flughafen und das Personal schon eine Belastungsprobe, sagte eine Fraport-Sprecherin. Den richtigen Stresstest erwarten die Betreiber des Flughafens allerdings erst Ende Juli wenn die angrenzenden Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg in die Ferien gehen. Der passagierreichste Tag war in den vergangen Jahren sogar erst im September.

          Besonders viele Urlauber zieht es in diesem Jahr an die Nord- und Ostsee. Bevorzugte Ziele seien außerdem Länder rund ums Mittelmeer wie die Türkei, Spanien, Griechenland und Bulgarien, teilte ein Sprecher des Deutschen Reiseverbandes (DRV).

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