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Solide Computertastaturen : Metallgehäuse mit Klick

Solide Replika: das „Model M“ in der neuen F-Variante Bild: Hersteller

Statt leicht und leise waren die früheren Computertastaturen schwer und laut. Und vermittelten das Schreibgefühl einer Schreibmaschine. Fans der Tastatur können jetzt auf ihre Kosten kommen.

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          Vielleicht war früher nicht alles besser – Computertastaturen aber schon. Statt Plastikgehäusen mit schwabbeligen Tasten kam damals Metall auf den Tisch – da hatte der Begriff „Hardware“ noch seine Berechtigung. Geradezu einen legendären Ruf genießt das „Model M“, das damals erst von IBM und später Lexmark gebaut wurde. Die Tasten dieses Modells sind in einer Knickfeder-Konstruktion („buckling spring“) auf solidem Stahlblech montiert – eine Technik, die einen harten Tastenanschlag mit lautem Klick garantiert und die deutlich fühlbare Rückmeldung, dass man tatsächlich durchgedrückt hat.

          Hanns Mattes
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Klang des ModelM würde jeden Nutzer heutzutage aus dem Großraumbüro verbannen. Viele waren damals noch an mechanische Schreibmaschinen gewöhnt, die einen noch herzhafteren Anschlag brauchten. Tatsächlich wollten die Konstrukteure den Nutzern ein Schreibgefühl vermitteln, das dem der elektrischen Schreibmaschinen jener Zeit entsprach.

          „Zehn, zwanzig oder dreißig Jahre“ Spaß

          Das in seiner Urversion 2,5 Kilogramm schwere ModelM wird heute von Unicomp gebaut; Fans behaupten allerdings, dass die Gehäuse nicht mehr ganz die Qualität der Originale aufwiesen. Von denen sind etliche noch bis heute im Einsatz, gerade unter Programmierern wird das Gerät – ursprünglich ausgelegt für eine Haltbarkeit von ungefähr zehn Jahren bei täglichem Achtstundeneinsatz – geschätzt.

          Es geht aber noch ursprünglicher: Von 1981 bis 1994 bauten IBM und Lexmark den Vorgänger „Model F“, ebenfalls mit Knickfeder-Technik. Allerdings ist der niedergedrückte Hammer größer als der des Model M, das als etwas billigere Tastatur entwickelt worden war. Dass es die F-Variante wieder zu kaufen gibt, geht auf die Initiative eines Fans aus der Nähe von New York zurück. Er verspricht, das Replikat entspreche den originalen Qualitätsanforderungen und mache auch „in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren“ noch Spaß.

          Billig ist es nicht, auf der neuen alten Tastatur zu tippen: Um die 400 Dollar werden fällig, und die Lieferzeit ist lang und unbestimmt. Dafür bekommt man eine Tastatur im Metallgehäuse von echtem Schrot und Korn, platzsparend noch dazu, weil ein extra Ziffernblock natürlich nicht in Frage kommt. Das Model F nimmt nur wenig Platz auf dem Schreibtisch ein. Und da das gute Stück knapp dreieinhalb Kilogramm wiegt, rutscht es auch nicht so schnell weg.

          Informieren über die Repliken kann man sich unter der Adresse www.modelfkeyboards.com.

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