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Solidaritätsdemonstration : „Wir werden Iran zurückgewinnen“

Mehr als 1000 Menschen versammeln sich vor der alten Oper in Frankfurt und solidarisieren sich mit den Protestierenden in Iran. Bild: Tom Wesse

Nach dem Tod von Mahsa Amini solidarisieren sich weltweit Menschen mit den Protestierenden in Iran. Am Samstag versammeln sich fast 3000 Demonstranten in Frankfurt, viele haben Wurzeln in Iran.

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          Der Platz vor der Alten Oper ist ein Fahnen- und Schildermeer. Das Bild einer schönen jungen Frau, die einen Schal locker um den Kopf geschlungen trägt, ist überall zu sehen. Wegen des Todes von Mahsa Amini sind sie alle hier, denn er hat die gegenwärtigen Unruhen in Iran ausgelöst, an denen sich Tausende beteiligen. Die 22-jährige Amini war vor zweieinhalb Wochen von der Sittenpolizei in der Hauptstadt Teheran festgenommen worden, weil sie das islamische Kopftuch nicht den Regeln entsprechend getragen hatte. Nach Angaben von Aktivisten war sie von der Polizei geschlagen worden und deshalb später im Krankenhaus gestorben.

          Monika Ganster
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Immer wieder ruft die Menge: „Jin Jiyan Azadi“, manchmal auch auf Deutsch: „Frauen – Leben – Freiheit“. Es ist der Dreiklang des Protests in Iran geworden, um diese drei Begriffe kreisen alle Forderungen. Es waren als erste entrechtete und bevormundete Frauen, die in Iran ihr Kopftuch ablegten und in die Öffentlichkeit traten, die ihre Freiheit und damit ein selbstbestimmtes Leben für sich und andere fordern, im offenen Widerspruch zu den Regeln des streng islamischen Regimes. „Wir werden Iran zurückgewinnen“, skandieren die Demonstranten in Frankfurt.

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