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„Social Freezing“ : Den Kinderwunsch auf Eis gelegt

Für viele wünschenswert: Eine Hebamme wiegt im Rahmen der Nachsorge ein Baby. Bild: dpa

Für Frauen, die sich für das Einfrieren unbefruchteter Eizellen entscheiden, spielen oft das Fehlen eines Partners oder Karrierepläne eine Rolle. Die Methode wird immer häufiger nachgefragt, vor allem bei Akademikerinnen.

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          Dass sie Kinder wollen, darin ist sich das Paar einig. Über den Zeitpunkt auch: Später. Frühestens in ein paar Jahren. Sie hat gerade das Angebot bekommen, für ihr Unternehmen ins Ausland zu gehen, er hat erst vor wenigen Monaten seine Stelle gewechselt, ist aufgestiegen. Beide sind sie eher Ende als Mitte dreißig, beruflich erfolgreich, haben hart für das Leben, das sie führen, gearbeitet. Mindestens zweimal im Jahr machen sie eine spektakuläre Reise, gönnen sich den Luxus, im Alltag nicht penibel aufs Geld achten zu müssen. Teures Essen, gute Weine, Konzerte, Wochenendurlaube. Die Familienplanung drängt, will aber gerade nicht so recht ins Leben passen.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Weil sie die Stelle im Ausland annehmen will und in dieser Zeit eine Schwangerschaft ausschließt, hat sich das Paar entschieden, einen ungewöhnlichen Weg zu gehen. Sie wird sich Eizellen entnehmen und einfrieren lassen, um auch zu einem späteren Zeitpunkt noch eine erhöhte Chance zu haben, schwanger werden zu können. Es handele sich dabei um keine romantische, wohl aber über eine rationale Entscheidung, sagt das Paar. Und um eine kostspielige noch dazu. Zwischen 3000 Euro und 5000 Euro werden sie für die Gewissheit zahlen, ein paar Jahre Zeit gekauft zu haben – abhängig davon, wie viele Anläufe nötig sind, um eine ausreichende Zahl an Eizellen zu gewinnen und wie lange sie diese einlagern wollen.

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