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Guter Rat gegen fiese Chefs : So kommen Studenten in Aushilfsjobs zu ihrem Recht

  • -Aktualisiert am

Sozialberatung für Studenten: An der Goethe-Universität beraten zum Beispiel der Asta und die Gewerkschaft „Unterbau“. (Symbolbild) Bild: Reuters

Schlechte Bezahlung, kurze Verträge, lange Arbeitszeiten: Viele Studenten haben Stress mit ihren Nebenjobs. Doch sie müssen sich nicht alles bieten lassen.

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          Ihren Bachelor-Abschluss haben Carolin Zieringer und Clemens Schürmann schon seit einigen Jahren in der Tasche. Trotzdem sollten sie als studentische Hilfskräfte an der Goethe-Universität nur den Mindestlohn bekommen – obwohl es eine Selbstverpflichtung der Hochschule gibt, Bachelor-Absolventen 11,82 Euro die Stunde zu zahlen. Mit solchen Schwierigkeiten müssen sich Studenten oft herumschlagen: Rund 60 Prozent arbeiten nebenher, um sich ihr Studium zu finanzieren – die meisten im Büro oder in der Gastronomie. Viele kennen ihre Rechte als Arbeitnehmer nicht und wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen, wenn es Probleme gibt.

          „Von einem Beratungsangebot an der Uni wussten wir nichts“, sagen Schürmann und Zieringer, die an der Goethe-Uni Politische Theorie mit dem Ziel Master studieren. Weil sie ihren Bachelor-Abschluss in einem sozialwissenschaftlichen Fach gemacht haben, war in ihrem Vertrag mit der rechtswissenschaftlichen Fakultät zunächst in der Kategorie Bachelor-Abschluss „nein“ angekreuzt – schließlich konnten sie kein abgeschlossenes Jura-Studium vorweisen. „Allerdings haben wir die Stelle nur erhalten, weil es unter den Juristinnen und Juristen zu wenige qualifizierte Bewerber gab und wir uns mit Rechtsphilosophie fachlich besser auskennen“, berichtet Zieringer.

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