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Mordfall Lübcke : So kamen die Ermittler Stephan E. auf die Spur

Vor seinem Haus wurde Walter Lübcke getötet Bild: dpa

Stephan E. hat den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke gestanden und wird durch weitere Indizien belastet. Die Ermittlung des mutmaßlichen Täters war das Ergebnis präziser Kriminalwissenschaft.

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          Mit dem Geständnis von Stephan E., der zugegeben hat,  am 2. Juni den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke auf dessen Terrasse erschossen zu haben, sind die Ermittlungen in dem Fall noch längst nicht beendet. Generalbundesanwalt Peter Frank sagte gestern, erst die weiteren Ermittlungen könnten zeigen, ob es Mittäter gegeben habe. Aus Ermittlerkreisen war zu hören, die eigens gegründete Soko „Liemecke“, an der bis zu 70 Beamte beteiligt sind, gehe nun jedem Detail des Geständnisses nach. So würden unter anderem noch zwei Fahrzeuge untersucht, die in der Tatnacht in der Nähe des Hauses von Walter Lübcke gesehen worden seien. Ein Wagen war auf die Frau des Verdächtigen zugelassen.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Ermittler nehmen derzeit an, dass Stephan E. die Tat über Jahre vorbereitet habe. Zu diesem Schluss sind die Beamten dem Vernehmen nach durch die Auswertung der Datenträger gekommen, die in dem Haus des Verdächtigen sichergestellt worden waren. Anlass war demnach offenbar der Auftritt Lübckes auf einer Informationsveranstaltung zu einer geplanten Flüchtlingsunterkunft im nordhessischen Lohfelden.

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