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Oktoberfest in Frankfurt : Obatzter und Schneegestöber

Es ist angerichtet: Seit Dienstag lassen es sich die Frankfurter beim Oktoberfest im Zelt am Stadion typisch bayrisch schmecken. Bild: Lucas Bäuml

Geschnürte Dekolletés und nackte Männerwadln: So feiern die Frankfurter ihr Oktoberfest zu Kalbshaxe, Hendl, Schweinekrustenbraten.

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          Die Tabletts, von den Kellnern in bewundernswerter Körperbeherrschung über die Köpfe der Festgäste bugsiert, haben die Größe von ausgehängten Zimmertüren. Es muss ja auch was draufpassen: Kalbshaxe, Hendl, Schweinekrustenbraten und was sonst noch alles danach verlangt, mit einer Maß Bier heruntergespült zu werden. Oder auch gern mit zwei oder drei. Es ist schließlich nur einmal im Jahr Frankfurter Oktoberfest.

          Matthias Trautsch

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Am Mittwochabend stach Moderatorin und Schauspielerin Janine Kunze, als Serientochter von „Hausmeister Krause“ bekannt geworden, auf der Bühne im Festzelt das erste Fass des Festbiers an. Eigentlich hätte sie Unterstützung von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bekommen sollen, aber der ließ sich unter Hinweis auf wichtige Römer-Verhandlungen entschuldigen.

          Es bleibt noch genug Zeit für ihn, den Besuch im 2500 Personen fassenden Festzelt am Waldstadion nachzuholen: Dreieinhalb Wochen soll die bajuwarisch-hessische Gaudi gehen. Es ist das inzwischen elfte Frankfurter Oktoberfest – anfängliche Bedenken, ob Lederhose und Dirndl überhaupt zur Mainmetropole passen, sind kein Thema mehr. Zumindest nicht für die feierwilligen Gäste: Geschnürte Dekolletés und nackte Männerwadln wohin das Auge blickt. Und immerhin gibt es auch ein paar hessische Anteile.

          Janine Kunze (Oktoberfest-Botschafterin) sticht auf dem Frankfurter Oktoberfest das erste Fass an.

          Nicht nur Obatzter und Semmelknödel, sondern wahlweise auch Schneegestöber und Händkäs kommen auf den Tisch, auf dem Bühnenprogramm stehen neben den Trenkwaldern aus Tirol und Ballermann-Barden wie Mickie Krause und Peter Wackel auch Lokalmatadore wie Roy Hammer & die Pralineés. Rund die Hälfte der Abende bis zum Almabtrieb am 5. Oktober und dem Frühschoppen am Tag darauf sind schon ausverkauft, melden die Veranstalter um die Festwirtsfamilie Hausmann und Partner Kai Mann.

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