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F.A.Z.-Leserbriefe : Streit um eine Straße in Frankfurt

  • -Aktualisiert am

Segen oder Fluch? Die Frankfurter sind sich uneins, ob die Sperrung des Mainkais ein Gewinn für die Stadt ist. Bild: Lucas Bäuml

Ist es klug, dass die Stadtregierung den Autoverkehr entlang des Mains auf dessen Nordseite versuchsweise verbietet? Kein Thema wird zurzeit in Frankfurt mit größerer Leidenschaft diskutiert. Wie aber sehen es F.A.Z.-Leser? Wir haben nachgefragt.

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          Längst überfällig

          Kürzlich wollte ich mal wieder in das nette Mainkai-Café, es war Sommer, es war warm! Und endlich konnte ich mal draußen sitzen, weil das Mainufer gesperrt ist: Das war längst überfällig. Bisher war es dort viel zu laut, die Luft abgasgeschwängert, und der Ausblick auf die Autos, die den Blick auf den Main verbargen, trist. Das alles ist jetzt anders! Und wenn man dann noch nach dem Espresso am Mainufer runter bummelt, die Skyline und den Eisernen Steg im Blick, bis zum Historischen Museum, ist die Mittagspause perfekt! Werde ich jetzt öfter machen! Also bitte keine Autos mehr am Mainufer!

          Doris Wiese-Gutheil, Frankfurt

          Nicht nachvollziehbar

          Als Frankfurter Bürgerin und Autofahrerin (auch Fahrradfahrerin) kann ich nicht nachvollziehen, was die Entscheidung des Verkehrsdezernenten, das nördliche Mainufer zu sperren, sinnvoll machen könnte. Ich wohne auf der nördlichen Seite Frankfurts, muss aber aus beruflichen und privaten Gründen oft auf die andere Mainseite. Die Sperrung stellt nicht nur eine Zumutung für die Autofahrer dar, sondern strapaziert die Anwohner rund um die Schweizer Straße in einer unzumutbaren Weise. Und dies nicht nur während des Museumsuferfestes.

          Hätte dann diesem „ideenreichen“ Verkehrsdezernenten nicht wenigstens einfallen können, während der Sperrung den Flohmarkt, der den Verkehr samstags regelmäßig vierzehntägig in Sachsenhausen beeinträchtigt, auf die nördliche Mainseite zu verlegen?

          Man kann nur hoffen, dass auch unfähige Politiker in der Lage sind, unsinnige Entscheidungen zu revidieren.

          Sibylle Birkenfeld-Otto, Frankfurt

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          Ort der Erholung

          Die Sperrung empfinde ich als positiv. Der Main wird dadurch noch mehr zu einem Ort der Erholung, und auch der Weg vom Eisernen Steg Richtung Römer wirkt stressfreier und sorgenloser. Einzig die Straße selbst kommt einem im wahrsten Sinne verlassen vor. Mittel- bis langfristig könnte man den Zu- und Abgang der Brücke besser gestalten. Ebenswo wären mehr Grünflächen auf den asphaltierten Wegen wünschenswert.

          Sebastian Schanglies, Offenbach

          Längere Staus

          Ich möchte Ihnen über meine Erfahrungen berichten und beziehe mich dabei ausdrücklich nicht auf die Tage des Museumsuferfestes. Ich fahre seit Jahren regelmäßig jeden Dienstag und Donnerstag um 17.30 Uhr vom Zoo über die Ignatz-Bubis-Brücke und entlang des südlichen Mainufers bis zum Städel.

          Seit der Sperrung des nördlichen Mainufers habe ich stets feststellen müssen, dass sich rund um die Kreuzung Schaumainkai/Untermainbrücke ein Stau bildet, der die früher üblichen ein bis zwei Ampelphasen bis zur Überquerung der Kreuzung auf vier bis fünf Ampelphasen verlängert. Diese Beobachtung hat sich auch nicht geändert, seit das Parken für Reisebusse entlang des Schaumainkais nicht mehr gestattet ist. Ausweichrouten über die Gartenstraße oder quer durch Sachsenhausen sind aus Sicht der Fahrtzeit nicht kürzer und widerstreben mir wegen der zusätzlichen Belastung der Wohngebiete.

          Die früher mögliche Alternative mit der Straßenbahnlinie 14 vom Zoo zum Frankensteiner Platz und dann mit dem Bus der Linie 46 bis zum Städel hat sich durch die schon einige Zeit zurückliegende Fahrtroutenänderung der Straßenbahnlinie 14 verkompliziert und ist wesentlich zeitaufwendiger als die Fahrt mit dem Personenwagen.

          Andreas Krebs, Frankfurt

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