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F.A.Z.-Leserbriefe : Streit um eine Straße in Frankfurt

  • -Aktualisiert am

Angelo Schroeder, Frankfurt

Weniger Abgase

Ich habe festgestellt, dass es auf der Speicherstraße in Richtung Osten seit der Sperrung des nördlichen Mainufers weniger Verkehr gibt. Vor allem hat der Lastwagenverkehr erheblich abgenommen. Zu den von mir befürchteten Staus in der Wilhelm-Leuschner-Straße, am Theater und in der Neuen Mainzer Straße ist es nicht gekommen. Für die Anwohner des Untermainkais ist es natürlich ruhiger geworden, und die Belastung mit Abgasen für die Anwohner hat sich natürlich wesentlich verringert. Die Zeiten des Museumsuferfestes ausgenommen.

Ulrich Mayer, Frankfurt

Katastrophe

Die Verkehrssituation, die durch die Sperrung entstanden ist, ist eine einzige Katastrophe. Ich komme täglich mit dem Auto aus Neu-Isenburg und kann nur sagen, dass sich das schon vor der Sperrung fast täglich abspielende Chaos an den Kreuzungen der Kennedy- und der Stresemannallee sowie an der Stresemannallee mit der Gartenstraße verdoppelt und verdreifacht hat.

Zusätzlich ist für aus dem Kreis Offenbach kommende Autos die Ausweichroute Darmstädter Landstraße / Alte Brücke / Mainufer (und umgekehrt) weggefallen, was den Druck auf die Kennedyallee zusätzlich erhöht, bei Veranstaltungen im Waldstadion zum Beispiel. Wie man das alles dem Stadtteil Sachsenhausen zumuten kann, kann ich nicht verstehen.

Auch kann ich den Grund der Sperrung nicht nachvollziehen, ist doch das Mainufer an der besagten Stelle wirklich breit genug, um Joggern, Radfahrern und Touristen genügend Platz zu bieten. Alles in allem ist die Sperrung des nördlichen Mainufers das Sahnehäubchen auf einer seit Jahren von blindem Aktionismus geprägten, verfehlten Verkehrspolitik.

Daniela Hardt, Neu-Isenburg

Entspannt flanieren

Obwohl Autobesitzer, fahren wir in die Frankfurter Innenstadt immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Wie entspannt kann man seit der Sperrung des nördlichen Mainufers vom Römer über den Eisernen Steg zum Museumsufer flanieren! Wenn der Straßenstreifen noch etwas grüner gestaltet werden könnte, wäre es perfekt. Wir begrüßen diesen kleinen Schritt in die Richtung „Autofreie Innenstadt“ ausdrücklich.

Volker Benad-Wagenhoff und Mechthild Wagenhoff, Frankfurt

Verkehrschaos

Die Sperrung des nördlichen Mainufers bringt nicht den gewünschten Effekt, die Stadt näher an den Fluss zu bringen, schafft aber ein Verkehrschaos. Wie soll man zum Beispiel vom Osten in die Theatergarage kommen, wenn man in die Oper will? Eine Anfrage bei der Parkhausbetreiber-Gesellschaft ergab, dass die es auch nicht wussten. Die Empfehlung war, über Sachsenhausen und die Untermainbrücke zu fahren. Das geht aber nicht, weil man von dieser nicht links auf den Untermainkai abbiegen kann. Man muss also einen großen Umweg fahren. Umständlicher geht’s nicht. Wie das ein Auswärtiger finden soll, ist mir ein Rätsel.

Hinzu kommt, dass das nördliche Mainufer für Fußgänger und Flaneure uninteressant ist. Es ist doch viel schöner, am Fluss zu spazieren als sich zwischen schnellen Rad- und Rollerfahrern in Acht zu nehmen.

Peter von Schlippe, Frankfurt

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