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Basketball : Skat auf der Autobahn

Das kann doch nicht wahr sein: Johannes Voigtmann sieht im Spiel gegen Ulm Dinge, die ihm nicht gefallen. Bild: Jan Huebner

Die Skyliners suchen in der Routine die für das zweite Play-off- Halbfinalspiel in Ulm nötige Sicherheit. Die Fehler sind gefunden, die Schlüsse aus ihnen gezogen.

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          Es war der gewohnte Rhythmus, der den Tag vor dem so wichtigen Spiel für die Fraport Skyliners taktete. Training am Montagvormittag, gemeinsames Mittagessen beim Italiener in der Nähe des Trainingszentrums, dann Abreise mit dem Bus nach Ulm. Alle Mann an Bord, alle Spieler weitgehend gesund und einsatzfähig, meldete die Presseabteilung des Frankfurter Basketball-Bundesligaklubs, bevor das Team von Cheftrainer Gordon Herbert den Weg in die Stadt an der Donau antrat.

          Es ist ein überaus wichtiges Spiel, das den Hessen an diesem Dienstag in der Ulmer Arena bevorsteht – das zweite im Play-off-Halbfinale. Schon jetzt hat es ein bisschen etwas von einem Schicksalsspiel, denn die erste Partie in der Serie „best of five“ ging am vergangenen Freitag verloren. Die Skyliners hatten vor allem in der Verteidigung ungewohnte Schwächen gezeigt. „Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat uns das erste Spiel gekostet“, sagte Trainer Herbert am Montag, „Wir müssen als Team besser agieren, besseren Basketball spielen und uns wieder auf die Dinge besinnen, die uns bis ins Halbfinale getragen haben.“

          Frankfurt muss und will ausgleichen

          Eine Steigerung wird im zweiten Spiel gegen Ulm auf jeden Fall notwendig sein. Sollte auch Partie Nummer zwei gegen Ratiopharm Ulm verloren gehen, hätte das Team von Trainer Thorsten Leibenath an diesem Samstag in der Frankfurter Ballsporthalle (15 Uhr) den Matchball um den Einzug ins Finale. Das wollen die Skyliners auf jeden Fall verhindern.

          Schon am Samstag hatten sich die Skyliners an die Videoanalyse ihrer Schwachpunkte aus dem ersten Spiel gemacht. „Wir alle haben ganz deutlich gesehen, welche Fehler wir gemacht haben“, sagt Center Johannes Voigtmann. „Es ist uns klar geworden, dass wir viel besser spielen können.“ Aus dem Bewusstsein des „So nicht“ wollen die Frankfurter nun neues Selbstbewusstsein tanken. „Nicht zu ängstlich“ wolle man in die Partie in Ulm gehen, „und mit dem Wissen um die eigene Stärke sind wir uns alle sicher, dass das etwas wird.“

          Center Voigtmann wieder fit

          Die Skyliners müssen auf jeden Fall in der Halbfinalserie ausgleichen, um im Heimspiel am Samstag nicht unter einen Druck zu geraten, dem sie eventuell nicht mehr standhalten können. „Wir wissen schon, dass dieses Spiel etwas Entscheidendes hat“, sagt Voigtmann, der immer noch etwas nasal klingt. Eine Erkältung macht dem Nationalspieler weiter zu schaffen. Sie war sicher auch ein Grund dafür, warum Cheftrainer Herbert im ersten Spiel an seiner Stelle den Amerikaner Michael Morrison in die Startaufstellung genommen hat. Die laufende Nase empfindet der Center als „nicht so schlimm. Ich fühle mich eigentlich ganz gut. Ich hoffe, dass ich wieder so weit bin, dass ich bei hundert Prozent bin und es wuppen kann“, sagt Voigtmann.

          Die lange Busfahrt ins Schwäbische ist Routine für die Skyliners. Voigtmann und ein paar seiner Kollegen verbringen die Stunden gerne mit einem Kartenspiel. Skat ist das Spiel der Wahl, was signalisiert, dass es vor allem die deutschen Profis sind, die da ein paar Runden dreschen. Auch einen Dauersieger gibt es. „Das bin wohl ich“, sagt Voigtmann amüsiert.

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