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Sinn/Frankfurt : Tote Boas im Kraftwerk, lebende Nattern im Zug

  • Aktualisiert am

Ungiftig: Kornnatter Bild: Röth, Frank

Vier Kornnattern und drei Pythons sind Polizisten bei einer Personenkontrolle am Frankfurter Hauptbahnhof in die Hände geschlängelt. In einem Wasserkraft nahe Dillenburg kam die Polizei aber zu spät: Dort fand sie 20 tote Schlangen.

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          In einem Wasserkraftwerk bei Sinn im Lahn-Dill-Kreis sind 20 tote Schlangen in einem Müllsack entdeckt worden. Etwa zehn der Boa-Schlangen seien erst wenige Wochen alt gewesen, berichtete die Polizei in Dillenburg.

          Die anderen Tiere waren bereits erwachsen. Ein Mitarbeiter hatte die toten Tiere am Dienstagabend entdeckt, der Müllsack war an einem Rechen hängengeblieben. Der bislang unbekannte Täter hatte die Reptilien anscheinend lebend in den Sack gesteckt und in die Dill geworfen.

          Der Stoffbeutel bewegte sich

          Mit sieben Schlangen im Gepäck ist eine Diebin im Frankfurter Hauptbahnhof gefasst worden. Ein Reisender hatte im ICE von Mannheim nach Frankfurt beobachtet, wie sich die Frau an seiner Jacke zu schaffen machte, und anschließend 300 Euro vermisst. Der 49 Jahre alte Mann aus Hannover verständigte die Polizei, die die Frau in Frankfurt in Empfang nahm und ihr Gepäck durchsuchte, wie die Bundespolizei berichtete.

          Dabei fiel den Beamten ein Stoffbeutel in die Hände, der sich bewegte. Als sie den Beutel vorsichtig öffneten, entdeckten sie vier Kornnattern und drei Pythons. Da die 37 Jahre alte Berlinerin keine Angaben zu den Reptilien machte, wurde eine Tierärztin gerufen.

          Diese habe schnell festgestellt, dass die Schlangen ungiftig und ungefährlich waren und einen Tierrettungsdienst verständigt. Das vermisste Geld stellten die Beamten anschließend bei der Beschuldigten sicher.

          Erst Ende August waren eine Kornnatter und zwei Boas aus einer Müllkippe in Osthessen gekrochen. Danach leitte die Polizei ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz ein.

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