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„Keine schädlichen Umweltauswirkungen“ : Umstrittene Windräder im Hochtaunus genehmigt

  • -Aktualisiert am

Standort: Windräder sollen in den Gemarkungen von Riedelbach und Cratzenbach gebaut werden - hier ein Blick auf das Gebiet Cratzenbacher Berg Bild: Wonge Bergmann

In der Gemarkung Weilrod im Hochtaunus dürfen sieben Windräder errichtet werden. Das RP Darmstadt sieht keine schädlichen Umweltauswirkungen. Klagen hätten keine aufschiebende Wirkung, heißt es.

          Die ersten Windkraftanlagen im Hochtaunuskreis werden in Weilrod gebaut. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Errichtung und den Betrieb von sieben Windrädern im Wald nahe der Ortsteile Riedelbach und Cratzenbach genehmigt. Der Bescheid ist mit Sofortvollzug versehen, so dass Klagen keine aufschiebende Wirkung haben. Die Behörde nennt als Grund dafür das öffentliche Interesse an der Verwirklichung der Energiewende, aber auch die Wirtschaftlichkeit der von Abo Wind AG betriebenen Anlagen. Wegen der Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes müsse Abo Wind mit „Einnahmeverlusten in Höhe von mehreren Millionen Euro“ rechnen, wenn der Windpark erst 2015 in Betrieb gehen könne.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Das Unternehmen erwartet, bis Ende 2014 fertig zu sein. Der Zeitplan hing von der Genehmigung ab, weil aus Naturschutzgründen Rodungen nur bis zum 1. März und dann erst wieder im Herbst gestattet sind. Mit den Fällarbeiten auf insgesamt 4,3 Hektar wurde noch gestern begonnen. Dauerhaft beanspruchen die Anlagen davon 2,7Hektar. Das Regierungspräsidium hat die Eingriffe in Natur und Landschaft zugelassen, weil sie auf ein Mindestmaß beschränkt und durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert würden. Ein anderes Hindernis, nämlich die Ansprüche des Segelflugplatzes Riedelbach, sei erst im Genehmigungsverfahren ausgeräumt worden. Der Verein habe die Platzrunde von der Nord- auf die Südostseite des Geländes verlegt. „Somit können die Windkraftanlagen den Segelflugverkehr nicht gefährden“, heißt es.

          Die fünf bei Neu-Anspach von Juwi und Süwag geplanten Anlagen werden hingegen nicht mehr 2014 fertig. Nachdem die städtischen Ausschüsse Baumfällungen vor der endgültigen Genehmigung des Projekts abgelehnt hatten, zogen die Betreiber den Antrag auf vorzeitigen Rodungsbeginn zurück.

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