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Sicherheit beim Fußball : Polizeieinsätze: Darmstadt 98 fast so teuer wie Eintracht

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Unter anderem beim Auswärtsspiel in Erfurt im August 2011 waren „Lilien“-Fans unangenehm aufgefallen Bild: dpa

Bei den Fußballfans in Hessen hat die Frankfurter Eintracht die meisten Problemfälle. Doch der Sicherheitsaufwand bei den Spielen anderer Mannschaften ist nicht viel billiger.

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          Die Polizeieinsätze beim SV Darmstadt 98 haben im vergangenen Jahr fast genauso viel gekostet wie bei der Frankfurter Eintracht. Für den Darmstädter Fußball-Drittliagverein fielen in der Saison 2011/2012 für den Steuerzahler 1,72 Millionen Euro an. Bei der Eintracht, die vor ihrem Wiederaufstieg in der zweiten Liga spielte, waren es 1,80 Millionen. Für Darmstadts Liga-Konkurrent Offenbacher Kickers wurden 1,47 Millionen Euro ermittelt. Dies teilte Innenminister Boris Rhein (CDU) auf eine kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Daniel Mack mit.

          Insgesamt kosteten die Einsätze in den ersten drei Ligen in Hessen in der vergangenen Saison 6,23 Millionen Euro. 2009/2010 waren es noch 4,21 Millionen Euro, in der Vorsaison 3,76 Millionen Euro. In den ersten beiden Spielzeiten war Darmstadt noch in der Regionalliga. Erfasst wurden in der Aufstellung außerdem noch der FSV Frankfurt und der SV Wehen Wiesbaden.

          Nur wenige Randalefans beim FSV

          Nach Angaben des Innenministeriums gibt es in Hessen ein Potenzial von 1100 „Problemfans“. Als Gewalttäter sind in einer speziellen Datei 440 Anhänger der Eintracht erfasst. Offenbach kommt auf 169, Darmstadt auf 68, Wehen Wiesbaden auf 49 und der FSV Frankfurt auf nur 22.

          Die Polizei müsse bei den Spielen ihre Risikoanalysen besser überprüfen, verlangte Mack und sieht etwa im Fall Darmstadts einen unverhältnismäßig hohen Sicherheitsaufwand. Auch beim FSV Frankfurt, der nur eine kleine Schar gewaltbereiter Fans habe, seien 700.000 Euro angefallen. Generell müsse mehr in die Fanarbeit investiert werden.

          Im Innenministerium heißt es dagegen, dass gerade in der dritten Liga oft die baulichen Vorkehrungen wie etwa Zäune fehlten, um gegnerische Fanblocks voneinander zu trennen. „Das macht einen ganz anderen Kräfteeinsatz erforderlich“, sagte Ministeriumssprecher Mark Kohlbecher auf Anfrage. Die Vereine müssten deshalb in den Stadien nachrüsten.

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