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: Sicher unsicher

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Unschuldig unbeschrieben liegt der Jahreskalender auf dem Tisch. Noch weiß niemand, mit welchen Terminen und Begegnungen sich die Blätter füllen werden - schon gar nicht, ob alles gut werden wird. Das meiste ist ungewiß, anderes steht längst fest: Am 12.

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          Unschuldig unbeschrieben liegt der Jahreskalender auf dem Tisch. Noch weiß niemand, mit welchen Terminen und Begegnungen sich die Blätter füllen werden - schon gar nicht, ob alles gut werden wird. Das meiste ist ungewiß, anderes steht längst fest: Am 12. Juni wird Rod Stewart in der Festhalle auftreten, und am 31. Oktober ist zugleich Reformationstag, Halloween und Weltspartag. Darmstadt bekommt einen neuen Oberbürgermeister, Offenbach erst ein Jahr später. Die Bürger im Main-Kinzig- und im Main-Taunus-Kreis wählen einen neuen Landrat, und in Frankfurt wird der Confederations-Cup ausgetragen. Zwar wissen nur die ganz, ganz Eingeweihten, was das eigentlich ist, aber für das weniger sportliche Publikum reicht die Erkenntnis, daß es sich hierbei um eine Art Generalprobe für die Fußballweltmeisterschaft handelt. Und die wird ja 2006 Frankfurt zu einem Mittelpunkt Deutschlands, wenn nicht des Universums erheben - und somit vielleicht endlich mal auch außerhalb das scheinbar unkaputtbar schlechte Image der Stadt aufpolieren.

          Denn verdient, das wissen die Frankfurter seit Jahren, hätte die kleine Metropole am Main die deutschlandweite Anerkennung längst. Sagt auch die Oberbürgermeisterin, die in ihrem Neujahrsgrußwort den Bürgern riet, sich noch einmal gründlich umzuschauen; bald nämlich werde alles "noch ein Stück interessanter und attraktiver". Kann schon stimmen: Das Waldstadion wird riesig. Die Universität im und um den Poelzig-Bau wächst, blüht, gedeiht. Das Ostend hat sich verändert und wird durch den Bau der Europäischen Zentralbank weiter aufgewertet. In unmittelbarer Nähe entsteht mit dem Literaturhaus ein architektonisches Juwel. Und auch hinter Frankfurts häßlichstem Bauzaun an der Zeil mag etwas ganz Großes entstehen. Aber wohl noch nicht 2005, sondern 2006, wenn auch die Kommunalwahlen stattfinden. Ist 2005 also mehr so eine Art Übergangsjahr? Bestimmt nicht. Zukunft ist immer. Und das ist ja das Spannende in einer spannenden Region.

          PETER LÜCKEMEIER

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