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Sexueller Missbrauch in 110 Fällen : Anklage gegen früheren Koenigs-Büroleiter

  • Aktualisiert am

„Schockiert“: Tom Koenigs hatte im Oktober einen anonymen Brief mit Vorwürfen gegen seinen damaligen Mitarbeiter erhalten und der Polizei übergeben Bild: dpa

Wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs in mehr als 100 Fällen soll sich ein früherer Büroleiter des Gießener Bundestagsabgeordneten Koenigs vor Gericht verantworten. Der Beschuldigte schweigt sich zu den Vorwürfen aus.

          Wegen vielfachen Kindesmissbrauchs ist gegen einen früheren Mitarbeiter des Gießener Grünen-Bundestagsabgeordneten Tom Koenigs Anklage erhoben worden. Es geht um insgesamt 130 Taten, darunter 110 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern, wie eine Justizsprecherin mitteilte. Die Übergriffe auf drei Mädchen und einen Jungen sollen sich in Gießen zwischen Sommer 2008 und 2013 ereignet haben.

          Der 61 Jahre alte Mann soll zudem Minderjährigen Pornos gezeigt sowie kinder- und jugendpornografische Schriften besessen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm auch vor, Minderjährigen Marihuana
          gegeben oder ihnen den Zugang dazu ermöglicht zu haben.

          Beschuldigter schweigt sich aus

          Der Beschuldigte sitzt seit seiner Festnahme im Oktober in Untersuchungshaft. Er schweige weiterhin zu den Vorwürfen, sagte die Sprecherin. Einen Termin für den Prozess gebe es noch nicht, solle aber in nächster Zeit anstehen.

          Koenigs hatte nach eigenen Angaben Anfang Oktober einen anonymen Brief mit Vorwürfen gegen seinen damaligen Mitarbeiter erhalten. Daraufhin übergab er das Schreiben der Polizei.

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