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Trend unter Jugendlichen : So sollten Eltern mit Sexting umgehen

Ein Fingertipp reicht: unter Teenagern breiten sich die erotischen Selfies besonders schnell aus. Bild: Colourbox.com

In kürzester Zeit kennt die ganze Schule das intime Foto. Dabei sei „Sexting“ gar nicht das eigentliche Problem, sagen Medienpädagogen. Und sie geben Tipps, wie Eltern sich verhalten sollen.

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          Ein Mädchen hat sich verliebt. Um den etwas älteren Mitschüler auf sich aufmerksam zu machen, will sie ihm ein Selfie schicken. Wie man auf so einem Foto auszusehen hat, weiß die Zwölfjährige. Auf Instagram, Snapchat und in Fernsehsendungen wie „Germany’s Next Topmodel“ wird täglich vorgeführt, wie Frauen sein sollten. Sexy eben. Der Junge freut sich über das Selfie, fühlt sich geschmeichelt. Ohne böse Absicht, einfach nur, um etwas anzugeben, leitet er das Bild an einen Freund weiter. In diesem Moment beginnt das, was Gregory Grund als „Schneeballeffekt“ bezeichnet.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der 37 Jahre alte Medienpädagoge ist Mitautor eines Ratgebers für Lehrkräfte zum Umgang mit Sozialen Medien und Gesellschafter der „Digitalen Helden“, die seit 2013 Mentoren an Frankfurter Schulen ausbilden. Die Geschichte des zwölfjährigen Mädchens erzählt er nur beispielhaft, aber er versichert, dass sich solche und ähnliche Vorfälle schon an so gut wie jeder weiterführenden Schule im Rhein-Main-Gebiet zugetragen haben. Problematisch beim „Sexting“ unter Jugendlichen sei meist nicht das Verschicken eines erotischen Bildes, sofern das freiwillig geschehe, sondern das, was daraus entstehen könne.

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