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Gefährlicher Parasit : Chagas-Wanzen auch in Europa?

Die Chagas-Wanze kam bisher nur in Lateinamerika vor. Bild: Dorian D. Dörge

Die Senckenberg-Gesellschaft hat festgestellt, dass die Chagas-Wanze auch in Südeuropa überleben könnte. Das Insekt dient als Zwischenwirt für einen gefährlichen Parasiten.

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          Chagas-Wanzen, die eine gefährliche Parasitenkrankheit übertragen können, finden inzwischen auch in Südeuropa günstige Lebensbedingungen vor. Das haben Forscher der Uni Frankfurt und der Senckenberg-Gesellschaft herausgefunden. Sie ermittelten mit Hilfe von Temperatur- und Niederschlagsdaten, wo die eigentlich nur in Lateinamerika vorkommenden Wanzen sonst noch heimisch werden könnten. Demnach kämen Portugal, Frankreich, Spanien und Italien als neue Lebensräume in Frage, außerdem Zentralafrika und Südostasien.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die blutsaugenden Raubwanzen, die auch Menschen stechen, dienen dem Parasiten Trypanosoma cruzi als Zwischenwirt. Der Einzeller wird mit dem Kot der Insekten ausgeschieden. Er verursacht die Chagas-Krankheit, die lebensbedrohliche Spätfolgen haben kann. Parasitenforscher Sven Klimpel empfiehlt, die Infektion meldepflichtig zu machen und zu beobachten, ob sich die Wanzen tatsächlich auf anderen Kontinenten ausbreiten.

          Link zur Publikation: https://elifesciences.org/articles/52072

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