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Insolventer Seifenhersteller : Kappus muss Stammsitz in Offenbach stilllegen

Traditionsunternehmen in Not: Kappus muss den Standort in Offenbach aufgeben. Bild: Wonge Bergmann

Kappus gilt als einer der größten Seifenhersteller Europas. Dennoch haben gestiegene Rohstoffpreise und hoher Preisdruck das Unternehmen in die Insolvenz getrieben. Das hat nun Folgen für den Standort in Offenbach.

          Der Offenbacher Standort des finanziell  angeschlagenen Seifenherstellers Kappus wird stillgelegt. Laut einem Sprecher der Insolvenzverwaltung Danko soll der Grund dafür die fortlaufenden Verluste des Unternehmens sein. „Die drei übrigen Standorte laufen stabil. Für diese wird es keine negativen Folgen geben“, so der Sprecher  gegenüber der F.A.Z.

          Alexander Davydov

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Von der Schließung in Offenbach seien etwa 70 Mitarbeiter und 10 Aushilfen betroffen. Es sei jedoch geplant, die Mitarbeiter so lange wie möglich innerhalb der Kündigungsfristen zu beschäftigen. Wann die Pforten in Offenbach zum letzten Mal schließen, sei noch nicht eindeutig geklärt. Jedoch würde man alle laufenden Aufträge beenden.

          Kappus zählt mit einer jährlichen Produktion von mehr als 70.000 Tonen Seife und 80 Millionen Euro Umsatz zu den größten Produzenten in Westeuropa. Als Folge stark gestiegener Rohstoffpreise und des hohen Preisdrucks musste das Unternehmen im September vergangenen Jahres Insolvenz anmelden.

          Der Traditionsbetrieb wurde 1848 in Offenbach von Johann Martin Kappus gegründet und exportierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Seifenprodukte in die ganze Welt. Das Unternehmen wird in fünfter Generation von der Familie geleitet.

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