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Gehalt soll gleich bleiben : Segula unterbreitet Opel-Mitarbeitern ein Angebot

Teile davon im Visier von Segula: Opel-Herzstück Bild: dpa

Der Dienstleister Segula will mehrere hundert Opel-Mitarbeiter und Teile des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim übernehmen – und macht Opelanern ein Angebot. Die IG Metall bleibt skeptisch.

          Der Auto-, Bahn- und Flugzeugdienstleister Segula hat Opel-Mitarbeitern in Rüsselsheim ein Angebot zum Wechsel unterbreitet. Darin sichert die Firma den Beschäftigten zu, Gehalt und Urlaubstage ebenso wenig anzutasten wie den bei Opel geltenden Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen. „Es bleibt bei Ihrer wöchentlichen Arbeitszeit“, so Segula.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die deutsche Tochter des französischen Familienkonzerns zielt auf Beschäftigte des Entwicklungszentrums. Bis Ende des zweiten Quartals will Segula hunderte Entwickler und Teile des als Herzstück von Opel apostrophierten Zentrums übernehmen. So sieht es eine Übereinkunft beider Unternehmen vor. Das sogenannte Closing des Vertrags steht noch aus.

          Arbeitgeber-Verband beigetreten

          Wie eine Sprecherin sagte, liegen dem Unternehmen mittlerweile weit mehr als 100 Bewerbungen vor. Nach der Vorstellung des Angebots habe sich die Zahl der Bewerber sprunghaft erhöht. Nun gehe es darum, einen geregelten Prozess aufzusetzen. „Wir müssen sehen, dass wir die Kompetenzen bekommen, die wir brauchen“, erläuterte die Sprecherin.

          Wie Segula in einem FAZ.NET vorliegenden Schreiben wissen lässt, ist die Firma dem Arbeitgeber-Verband der Metall- und Elektrounternehmen Hessen beigetreten. Besser bekannt ist der Verband als Hessen-Metall. „Ihre Opel-Unternehmenszugehörigkeit erkennen wir an und den im Zukunftstarifvertrag festgeschriebenen Kündigungsschutz bis Juli 2023 übernehmen wir“, heißt es weiter.

          Motivierte Mitarbeiter seien entscheidend für den Unternehmenserfolg. „Deshalb wollen wir in Ihre persönliche und fachliche Entwicklung investieren, insbesondere zu den aktuellen Schwerpunktthemen wie
          e-Mobilität, Digitalisierung und agile Arbeitsweisen, Projektmanagement, künstliche Intelligenz und Kundenmanagement“, so Segula.

          Arbeitnehmervertreter skeptisch

          Die IG Metall im Betriebsrat berichtet von zunehmenden Anfragen von Mitarbeitern mit Blick auf Segula. In einem Info-Blatt lässt sie wissen, Segula wolle einen Haustarif aushandeln. „Das ist klar: der Flächentarif soll nicht in vollem Umfang gelten.“ Im Falle einer Insolvenz liefe der Kündigungsschutz ins Leere, warnen die Arbeitnehmervertreter. Sie heben hervor, es gebe derzeit keinerlei Verhandlungen mit Segula.

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