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Lichterfest „Luminale“ : Es wird heller

Osthafenbrücke im Licht: Eine Installation der letzten Luminale Bild: Helmut Fricke

Früher als gewohnt und ohne einen beliebten Standort: Bei der Luminale in Frankfurt und Offenbach stehen über 200 Veranstaltungen auf dem Programm.

          Auf der Filiale der Deutschen Bank am Roßmarkt werden historische Geldscheine zu sehen sein, durch die Eingangshalle des Hauptbahnhofes segeln leuchtende Schiffe, und wenn es Abend geworden ist, streift eine Gruppe von Festivalbesuchern durch die Stadt, um beim „Guerilla Lighting“ ausgewählte Gebäude und Gegenstände für kurze Zeit mit starken Taschenlampen zu beleuchten.

          Florian  Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mehr als 200 Veranstaltungen umfasst die Luminale, die vom 13. bis zum 18. März in Frankfurt und Offenbach Räume, Gebäude, Plätze und Straßen durch Lichtkunst neu erlebbar macht. Seit 2002 gibt es das Festival, das auf Initiative der Messe Frankfurt alle zwei Jahre stattfindet. Gedacht ist es als abendliche Ergänzung zur Fachmesse Light and Building tagsüber auf dem Messegelände. Viele Besucher der weltgrößten Messe für Licht und Gebäudetechnik sind unter den Besuchern, die sich bei Dunkelheit mit Programmheften, Fotoapparaten und Ferngläsern zur Besichtigung von Installationen und Performances aufmachen.

          Palmengarten dieses Jahr kein Teil der Luminale

          Jedes Jahr zieht die Luminale über diese Zuschauer hinaus aber auch ihr eigenes Publikum an. 240.000 Besucher zählte sie vor zwei Jahren bei frühlingshaften Temperaturen im April. Helmut Bien, Programmkoordinator der Biennale, ist skeptisch, ob sich diese Zahl wieder erreichen lässt: „Es hängt davon ab, wie der neue Termin angenommen wird.“ In diesem Jahr findet die Luminale früher statt als gewohnt. Um vom zeitigen Einbruch der Dunkelheit zu profitieren, sind Messe und Festival vom April in den dunkleren März hinein vorverlegt worden. Das hat eine bedauerliche Folge: Der Palmengarten, in den Vorjahren bei Künstlern und Zuschauern stets sehr beliebt, ist dieses Jahr nicht Teil der Luminale. Er veranstaltet während der Festivaltage eine Blumen-Ausstellung.

          Andere Orte jedoch sind abermals dabei. Zu ihnen zählt die erst vor zwei Jahren ins Programm aufgenommene Naxoshalle, diesmal zentraler Schauplatz des Festivals. Lichtkunst ist auch im Refektorium und im Innenhof des Karmeliterklosters, im Kunstverein Familie Montez und in der Katharinenkirche zu sehen. Im Künstlerhaus Mousonturm wird die Installation „Grid“ gezeigt. Leuchtröhren, deren Bewegung gesteuert werden kann, kreisen über den Zuschauern und reagieren auf live gespielte elektronische Musik.

          Shuttle-Bus verbindet Installationen

          Da alle Aussteller ihre Projekte selbst finanzieren und sich für „Grid“ wie für einige andere Projekte kein Sponsor gefunden hat, müssen die Besucher für die Performance zehn Euro Eintritt zahlen. Auch für die Besichtigung der vom Theater Willy Praml zur Verfügung gestellten Naxoshalle werden zwei Euro erhoben. Da der Zutritt zum Palmengarten in den vergangenen Jahren auch Luminale-Besucher stets etwas gekostet hat, wird die Neuerung aber wohl nicht dazu führen, dass Mousonturm und Naxoshalle menschenleer bleiben.

          Leicht zu erreichen sind viele Projekte mit dem Shuttlebus, der vom Messegelände aus regelmäßig auf einem Rundkurs durch Frankfurt verkehrt. Der Luminale-Express fährt vom Frankfurter Paulsplatz aus auf einem Rundkurs durch Offenbach. Weitere Informationen und das vollständige Programm gibt es im Internet unter www.luminale.de.

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