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Todesschüsse bei Polizeinsatz : Getöteter war als Gewalttäter bekannt

Der Tatort: Ein Polizist zieht ein Absperrband. Bild: Maximilian von Lachner

Der Mann, der beim Polizeieinsatz in Frankfurt-Griesheim getötet wurde, war offenbar hochgefährlich. Er überwältigte nicht nur einen Beamten, bevor dessen Kollegin die Schüsse abgegeben hat. Er war auch im Besitz von Waffen.

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          Nach dem Tod eines 41 Jahre alten Mannes während eines Polizeieinsatzes in Frankfurt-Griesheim sind die näheren Umstände des Tathergangs noch immer unklar. Wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft und das hessische Landeskriminalamt am Mittwoch mitteilten, steht das Obduktionsergebnis noch aus. Es sei daher noch nicht geklärt, ob der Mann durch die von dem Beamten abgegebenen Schüsse getötet wurde oder ob er sich anschließend in seiner Wohnung selbst das Leben nahm.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Weiter steht bislang nicht fest, wie viele Schüsse insgesamt abgegeben wurden und aus wie vielen Waffen geschossen wurde. Dem Vernehmen nach soll der mutmaßliche Angreifer zum Zeitpunkt der Schüsse zwei Schusswaffen in der Hand gehalten haben: eine eigene und offenbar auch die Dienstwaffe eines der Beamten, der zu dem Einsatz gerufen worden war. So soll es zu einem Gerangel gekommen sein, infolgedessen der Einundvierzigjährige aus noch ungeklärten Gründen an die Dienstwaffe gelangte.

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