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Prozess gegen Rocker : Schüsse auf Stoltze-Platz: Opfer mit Erinnerungslücken

  • Aktualisiert am

Angeklagt: Das Hells-Angels-Mitglied vor dem Frankfurter Landgericht Bild: dpa

Ein Frankfurter Gericht soll klären, wie es zu den Schüssen auf dem Friedrich-Stoltze-Platz in der City vor einem Jahr kam und was dahinter steckte. Eines der Opfer trägt aber nicht viel zur Klärung bei.

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          Im Prozess um die Schüsse in der Frankfurter Innenstadt im Mai 2016 hat eines der beiden Opfer vor dem Landgericht Frankfurt erhebliche Erinnerungslücken gezeigt. Er habe mit seinem Cousin nur etwas trinken und essen wollen und sei deshalb mit diesem und einer Bekannten in die Innenstadt gefahren. „Plötzlich hat es zu schießen begonnen und ich duckte mich auf der Rückbank des Autos, bis die Schüsse vorbei waren“, sagte der 22 Jahre alte Mann. Mit einem Durchschuss am rechten Bein habe er in der Küche eines nahen Cafés auf den Rettungswagen gewartet.

          Immer wieder äußerte Vorsitzende Richterin Bärbel Stock Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der Zeugenaussage. Der junge Mann, der eigenen Angaben zufolge nicht zu der Rockergruppe Hells Angels gehörte, war das erste Opfer im Zeugenstand der Schwurgerichtskammer. Sowohl die unverletzt gebliebene Beifahrerin als auch der 41 Jahre alte, bei dem Vorfall lebensgefährlich verletzte Cousin befolgten die Ladung des Gerichts nicht. Einem Attest zufolge leidet der Mann an massiven psychischen Folgen - er soll voraussichtlich von einem Amtsarzt auf seine Vernehmungsfähigkeit untersucht werden.

          Ein 56 Jahre alter Mann hat sich seit Mai wegen mehrerer versuchter Tötungsdelikte vor Gericht zu verantworten. Hintergrund der spektakulären Tat am Feiertag Christi Himmelfahrtwar möglicherweise, dass das Opfer zuvor nach einer Schlägerei unter Hells Angels-Mitgliedern aus dieser Gruppierung ausgeschlossen worden war.

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