https://www.faz.net/-gzg-7470s

Schubert-Witwe : Ermittlungen auch wegen Steuerhinterziehung

  • Aktualisiert am

Dieses Bild zeigt den verstorbenen Bruno H. Schubert, ehemals Besitzer der Henninger-Bräu, mit seiner Witwe Meharit Schubert Bild: GUIDO KRZIKOWSKI

Auch zwei Jahre nach dem Tod des Frankfurter „Bierkönigs“ Bruno H. Schubert sind viele Fragen offen. Seine junge Witwe sieht sich Ermittlungen ausgesetzt - wegen unterlassener Hilfeleistung und Steuerhinterziehung.

          1 Min.

          Gegen die Witwe des Frankfurter „Bierkönigs“ Bruno H. Schubert wird auch wegen Steuerhinterziehung ermittelt. Am Dienstag seien die Wohnung der 30-Jährigen, die ihres Lebensgefährten und Räume ihres Steuerberaters durchsucht worden, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa. Es sei umfangreiches Material sichergestellt worden, das nun ausgewertet werde. Einzelheiten nannte die Sprecherin nicht.

          Gegen Meharit Schubert, die den einstigen Frankfurter Ehrenbürger 2009 geheiratet hatte, wird außerdem nach wie vor wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Der frühere Eigentümer der Henninger-Brauerei war im Oktober 2010 im Alter von 90 Jahren gestorben, die Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt.

          Todesursache weiter unklar

          Spekuliert wird, ob Schubert in seinen letzten Tagen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt wurde. Im Mai wurde seine Leiche exhumiert, um die Todesursache zu klären. Das Ergebnis des Gutachtens stehe immer noch aus, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

          Den Streit um das Erbe des einstigen Millionärs mit der von ihm gegründeten Schubert-Stiftung hatte die Witwe in zwei Instanzen für sich entschieden. Sowohl das Frankfurter Landgericht als auch das Oberlandesgericht erklärten Meharit zur Alleinerbin. Der Streit liegt nun beim Bundesgerichtshof. Ob überhaupt Vermögen vorhanden ist, steht allerdings gar nicht fest. Über den Nachlass wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Es stehen Forderungen von rund 16 Millionen Euro im Raum, unter anderem vom Finanzamt für nicht gezahlte Steuern.

          Weitere Themen

          Rücktritt, Rhein-Main-Redaktion, Ruin

          F.A.Z.-Hauptwache : Rücktritt, Rhein-Main-Redaktion, Ruin

          Die Droh-Mail-Affäre wird immer größer. In der Zeitung können Sie heute lernen, was die Rhein-Main-Redaktion alles für das Internet produziert. Das und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          Live in der Lieblingskneipe

          Vorpremiere im Filmmuseum : Live in der Lieblingskneipe

          Endlich wieder eine Vorpremiere: Christian Klandt zeigt „Leif in Concert Vol. 2“ im Kino des Deutschen Filmmuseums. Es ist eine Hommage an die Lieblingskneipe. Tilo Prückner inklusive.

          Topmeldungen

          Russland, Ukraine, Balkan : Spotify startet in 13 neuen Ländern

          Die Spotify-Aktie steht auch wegen der teuren Podcast-Offensive derzeit gut da. Jetzt wagt der Musikstreaming-Marktführer seit mehr als einem Jahr wieder eine große Expansion. In den neuen Ländern ist er aber nicht allein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.