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Teurer Schlüsseldienst : Ausgesperrt und abgezockt

Kleine Tricks: Der Einbau eines neuen Schlosses ist oft nicht nötig und verursacht hohe Kosten. Bild: dpa

Wenn eine Tür ins Schloss fällt, kann das teuer werden. Die Verbraucherzentralen haben recherchiert: Viel mehr als 72 Euro sollte das Öffnen der Tür in Hessen nicht kosten – allerdings nur zu regulären Zeiten.

          Sie war nur eben schnell um die Ecke gesprungen, um dem Nachbarn das versprochene Buch zu bringen, und hatte die Wohnungstür einen Spalt breit offen gelassen. Ein Luftzug und peng – da war sie schon zugeknallt. Der Schlüssel hing drinnen am Haken. Was tun? Der Nachbar erinnerte sich an einen Trick, der bei ihm selbst schon einmal funktioniert hatte. Er säbelte eine Plastikflasche auseinander und ruckelte mit einem scharfkantigen Stück so lange zwischen Tür und Schloss, bis der Schnapper schließlich beiseitegeschoben werden konnte. Gerettet!

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          So viel Glück freilich haben nicht alle, die sich ausschließen. Ist die Tür abgeschlossen, funktioniert der Ruckel-Trick ohnehin nicht. Helfen kann dann nur ein Schlüsseldienst. Anbieter finden sich schnell im Internet, den Gelben Seiten oder über die Telefonauskunft. „Doch darüber gerät der Anrufer sehr wahrscheinlich an einen unseriösen Anbieter“, sagt Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Ärger über Schlüsseldienste seien in der Beratung immer wieder Thema, sagt der Referent für Verbraucherrecht und Datenschutz. Mitunter verlangten die Unternehmen drei- bis vierstellige Beträge.

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          „Schlossprofi“ auf der Kippe

          Um zu beweisen, dass Schlüsseldienste seriös arbeiten können, wurde in Hessen bereits vor 14 Jahren das firmenübergreifende Netzwerk „Der Schlossprofi“ gegründet, das vom Fachverband Metall Hessen, der Handwerkskammer Rhein-Main und der IHK Frankfurt unterstützt wird. 15 Betriebe machen laut Information im Internet mit, das heißt, sie übernehmen im Wechsel 24-Stunden-Dienste. Nach einem Test dieser Zeitung war die zentrale Notdienst-Nummer (01 80-5 01 15 51) am Donnerstag zweimal tagsüber jedoch nicht zu erreichen.

          Der neue Geschäftsführer des Verbandes, Helge Rühl, kennt die Probleme. „Wir haben es leider nicht geschafft, flächendeckend ein Netz aufzubauen“, sagt er. Der Verband sei dabei, das Projekt zu überdenken. Als Grund führt Rühl die vollen Auftragsbücher der Metallbetriebe an, die den Schlüsseldienst nur nebenher anböten. Eine Ausnahme in der Runde ist Rainer Beek, Chef der Joseph Becker GmbH mit einem Schlüsseldienst am Liebfrauenberg in Frankfurt. Er stelle für die Nachtstunden keinen Monteur mehr ab, da das Auftragsvolumen dafür zu gering sei, sagt der Fachmann. Freunden und Bekannten rate er, ins Hotel zu gehen, das sei günstiger. (hoff.)