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Schlosshotel Kronberg : Seit der Pandemie gibt es sogar Bratwurst

Ein Park, fünf Sterne, 61 Zimmer: Das Kronberger Schlosshotel will die Tradition pflegen, Berührungsängste abbauen und die Gästezahl halten. Bild: Picture Alliance

Mit einem Biergarten, iPads auf dem Zimmer und dem Abschied von der Mitarbeiter-Uniform geht das Fünf-Sterne-Superieur-Haus neue Wege – aber sehr vorsichtig.

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          Kronberg ⋅ Die Rhododendren im Park passen zur Stimmung in der Lobby. Draußen leuchten üppige Büsche in maienhaftem Lila. Drinnen trinkt Hoteldirektor Dominik Ritz einen Espresso auf historischen Polstermöbeln und sagt: „Wir haben die Zeit genutzt.“ Gemeint ist die Corona-Zeit, und was beim Nachdenken über das eigene Haus herausgekommen ist, lässt sich an der Cottage-Semmel erklären.

          Florentine Fritzen
          Korrespondentin im Hochtaunuskreis

          Die ist Ritz’ Favorit im Biergarten des Kronberger Hotels. Semmel wie Cottage-Biergarten gibt es erst seit der Pandemie, und früher wäre beides in einem Fünf-Sterne-Superior-Hotel undenkbar gewesen. So sagt es Ritz, der zuvor in Hamburg, im Frankfurter Hof und im Londoner Ritz gearbeitet hat und seit zweieinhalb Jahren in Kronberg ist, also etwa seit Beginn der Pandemie. Die hat die Branche verändert. Von Lockdowns gebeutelt, mussten Hotels schließen – oder neue Wege gehen. Dabei half, dass es sich viele Menschen in der Pandemie gut gehen lassen wollten, zum Ausgleich für alles, was ausfiel, zum Trösten. Gutes Essen half, auch einfaches gutes Essen, das es bald mit Abstand in Selbstbedienung an vielen Orten gab – auch im Schlosshotel. Wie die Cottage-Semmel. „Mit Gurken-Relish, Bratwurst und Krautsalat im Laugenbrötchen“, sagt Ritz. „Ein Schritt in Richtung Vereinfachung.“ 200 Plätze hat der Biergarten im Park.

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