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Nach Fest in Darmstadt : Mehr Anzeigen wegen sexueller Belästigung

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Schlossgrabenfest 2016: Die Reggae-Band Cashma Hoody sorgte für gute Stimmung - sogenannte Antänzer belästigten dagegen Frauen sexuell Bild: dpa

Die Zahl der Anzeigen wegen sexueller Belästigung beim Schlossgrabenfest steigt. Mehrere Männer sollen Frauen unsittlich berührt haben. Die Polizei hat inzwischen drei Verdächtige frei gelassen.

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          Nach sexuellen Übergriffen auf Frauen bei einem Musik-Festival in Darmstadt haben sich weitere mögliche Opfer gemeldet. Bis Dienstagnachmittag seien es 26 Frauen gewesen, sagte Polizeisprecher Ferdinand Derigs. Inzwischen gebe es 14 Anzeigen, noch nicht alle Angaben der Frauen seien geklärt. Zunächst hatte die Polizei noch von 18 Anzeigen gesprochen.

          Zum Ende des viertägigen Schlossgrabenfestes mit etwa 400.000 Besuchern hatten zunächst drei Frauen in der Nacht zum Sonntag die Polizei darüber informiert, von mehreren Männern unsittlich angefasst worden zu sein. Ähnlich wie in der Kölner Silvesternacht sollen die Verdächtigen in Kleingruppen vorgegangen und die Frauen umzingelt haben. In Köln liegen inzwischen mehr als 1000 Strafanzeigen vor.

          Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß

          In einer Pressemitteilung der Polizei Darmstadt hieß es, nach dem Eindruck der Frauen habe es sich „um Männer aus dem südasiatischen Raum gehandelt“. Die Beamten nahmen kurz darauf drei verdächtige Männer im Alter von 28 bis 31 Jahren fest. Diese sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. „Es gibt keine Haftgründe“, sagte Polizeisprecher Derigs. Die Männer hätten einen festen Wohnsitz. Laut Polizei stammen sie aus Pakistan. Zwei seien Asylbewerber, der dritte vermutlich auch.

          Ermittelt werde wegen sexueller Nötigung und Beleidigung auf sexueller Grundlage. Die Tatverdächtigen hätten sich den Schilderungen zufolge den auch jugendlichen Opfern mit Antanzen genähert und „fast immer im Intimbereich“ berührt, sagte Derigs. Allem Anschein nach hätten sie sexuelle Absichten gehabt, um den Diebstahl von Geldbörsen sei es nicht gegangen. Von Vergewaltigungen wie in Köln hätten die Frauen aber nicht berichtet.

          In einer ersten Mitteilung hatte die Polizei berichtet, die drei Tatverdächtigen könnten von zwei bis drei unbekannten Männern begleitet worden sein. Zu diesem Hinweis gebe es aber noch keine genauen Erkenntnisse, sagte Derigs.

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