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Einsatz gegen Borkenkäfer : Schädlinge in Hessens Wäldern mit neuer Technik bekämpfen

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Haarige Angelegenheit: Ein Borkenkäfer krabbelt über die Unterseite einer Fichtenrinde. Bild: dpa

Der Borkenkäfer gefährdet den Baumbestand in Hessen, der wichtig ist, um Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln und somit dem Klimawandel zu begegnen. Eine neue Technik soll helfen, die Ungeziefer zu beseitigen.

          Die Folgen des Klimawandels machen auch vor Hessens Wäldern nicht halt und sorgen für eine Borkenkäferplage. Stürme hinterließen große Schäden. Trockenheit raube den Bäumen die Lebensgrundlage Wasser, erklärte Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Die Grünen) am Mittwoch.

          „Der Klimawandel trägt dazu bei, dass sich Borkenkäfer und andere Schädlinge massenhaft vermehren und dann auch gesunde Bäume angreifen.“ Schädlinge fühlten sich sehr wohl, wenn es warm und trocken bleibe und genug gefallene Bäume als Brutraum zur Verfügung stehen, so die Ministerin bei einem Besuch in Söhrewald im Bereich des nordhessischen Forstamtes Melsungen.

          Holzernte-Maschine, die Bäume entrindet

          Das Sturmtief Friederike hatte Anfang 2018 gerade in Nordhessen viele Bäume umstürzen lassen. Mitarbeiter von Hessenforst sind dabei, die Folgeschäden abzuarbeiten und den Borkenkäfer zu bekämpfen.

          Hinz informierte sich bei ihrem Besuch über eine Holzernte-Maschine, die Bäume entrindet und damit Brutnester des Borkenkäfers entfernt. Ebenfalls nutzt das Forstamt eine App zum Monitoring des Schädlings. Förster vermerken darin, wo Nester entdeckt wurden und wann der richtige Zeitpunkt zur Bekämpfung ist. „Neue Techniken helfen der Forstwirtschaft, mit den großen Herausforderungen umzugehen“, erläuterte Hinz. Der Wald sei wichtig, um klimaschädliches CO2 zu senken. Er müsse im Sinne des Klimaschutzes gestärkt werden.

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