Frankfurter Leonhardskirche :
Die ewige Baustelle

Von Tobias Rösmann
Lesezeit: 6 Min.
Trister Empfang: Die Tür von St. Leonhard lädt nicht zum Besuch ein.
Seit 2011 versucht die Stadt Frankfurt, den Innenraum der fast 800 Jahre alten Leonhardskirche zu sanieren. Doch immer wieder stocken die Arbeiten. Das mehr als zehn Millionen Euro teure Projekt wird allmählich zum Problem für den Kirchendezernenten.

Die Nachricht stammt aus einer anderen Zeit. „Kirche überfüllt“, steht auf einem Holzschild, das an der Leonhardskirche lehnt. Doch überfüllt kann das katholische Gotteshaus in der Nähe des Mainufers schon lange nicht mehr gewesen sein. Denn seit 2011 wird die spätromanische Kirche aus dem Jahr 1219 saniert. Die Wirklichkeit rund um das Gebäude sieht so aus: An der Nordseite steht ein mit Parolen beschmierter Bauzaun, im Innenhof stapeln sich Steine und Paletten, an der Fassade klebt eine dunkle Plastikfolie, und zwischen den Platten vor dem Westportal wuchern Disteln.

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