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Sanierung der A5 : Stabilerer Unterbau, strapazierfähige Fahrbahndecke

Umfangreiche Bauarbeiten: Um die Einschränkungen möglichst gering zu halten, wurden die Arbeiten in vier Abschnitte unterteilt. Bild: dpa

Die umfangreichen Arbeiten zur Sanierung der Autobahn 5 zwischen Friedberg und Ober-Mörlen beginnen dieser Tage. Auf dem viel befahrenen Abschnitt werden elf Kilometer an Fahrbahn instand gesetzt. Von Dezember bis März sind jedoch keine Einschränkungen zu erwarten.

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          Mit durchschnittlich rund 96.500 Fahrzeugen pro Tag zählt die Strecke der Autobahn 5 zwischen den Anschlussstellen Friedberg und Ober-Mörlen zu den besonders viel befahrenen Abschnitten auf deutschen Autobahnen. Was tatsächlich Spuren hinterlassen hat. Um diese zu beheben und die Trasse für die gestiegenen und den Prognosen zufolge weiter steigenden Belastungen fit zu machen, werden dort in beiden Fahrtrichtungen zwei Fahrbahnen auf einer Länge von rund elf Kilometern instand gesetzt. Dabei geht es darum, den Unterbau zu stabilisieren, die Tragschichten zu erneuern und robuster zu machen sowie eine neue feste Decke aus Gussasphalt aufzutragen. Außerdem lässt das Straßenbau- und Verkehrsmanagement des Landes, unter dessen Federführung die Arbeiten stattfinden, die Schutzvorrichtungen zwischen und am Rande der Trassen erneuern, um sie den heutigen Anforderungen anzupassen.

          Wolfram Ahlers

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          Um die Einschränkungen für die vielen Autofahrer auf dieser stark belasteten Strecke möglichst gering zu halten, hat Hessen Mobil die Arbeiten in vier Abschnitte unterteilt. Nachdem in den vergangenen Monaten sozusagen als Vorarbeit das Entwässerungssystem in Ordnung gebracht wurde, beginnt die Fahrbahnsanierung nun im Herbst auf einem Teilstück von vier Kilometern Länge von der Anschlussstelle Friedberg in Richtung Norden. Wobei die vielfrequentierte Zu- und Abfahrt Friedberg von den Arbeiten nicht tangiert wird.

          Geänderte Verkehrsführung während Bauarbeiten

          Bis zum Winter, wenn die Bautätigkeit witterungsbedingt eingestellt wird, soll die erste Tranche der Instandsetzung vollendet sein. Im nächsten Frühjahr geht es dann weiter in Richtung Süden. Danach sind die etwa sieben Kilometer bis zur Anschlussstelle Ober-Mörlen dran. Wobei die Reihenfolge dann umgekehrt ist, zunächst nehmen sich die Straßenbauer die Trasse in Richtung Frankfurt vor, danach die in Richtung Kassel. Hessen Mobil rechnet damit, dass die Sanierung im übernächsten Frühjahr abgeschlossen werden kann. Alles in allem investiert der Bund rund 30 Millionen Euro in dieses Vorhaben. Zu den weiteren Großprojekten an diesem Abschnitt der Autobahn 5 zählen Umbau und Erweiterung der Anschlussstelle Friedberg. Wann es damit losgeht, steht nach Auskunft eines Sprechers von Hessen Mobil freilich noch nicht fest.

          Bevor die Bautrupps zur Fahrbahnertüchtigung anrücken können, gilt es, die Baustelle für den Verkehr einzurichten. Das beginnt dieser Tage und soll bis etwa drei Wochen in Anspruch nehmen, also bis Mitte der zweiten Septemberwoche erledigt sein. Vorgesehen ist eine sogenannte Fünf-plus-eins-Verkehrsführung. Das heißt, im ersten Bauabschnitt verbleibt ein Fahrstreifen in Richtung Norden, zwei der Behelfsfahrstreifen werden über die andere Trasse mit ihren drei Streifen geführt. Umgekehrt verhält es sich dann, wenn die Arbeiten in Richtung Süden fortgesetzt werden. Die gleiche Regel soll auch für die sich anschließenden Bautätigkeiten bis zur Abfahrt Ober-Mörlen gelten. Es werden Nothaltebuchten eingerichtet und Schutzwände aufgestellt, und es gilt im Baustellenbereich Tempo 80, kündigte die Autobahnpolizei Butzbach an. Während der Unterbrechung der Arbeiten soll es nach Angaben von Hessen Mobil voraussichtlich von Dezember bis März keine Einschränkungen durch provisorische Verkehrsführungen geben.

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