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Wiesbaden : Salzbachtalbrücke wird am 6. November gesprengt

Die Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden soll am ersten Novemberwochenende gesprengt werden. Bild: Maurice Kaluscha / Autobahn GmbH

Am 6. November tut es einen Knall: An diesem Tag sollen beide Brückenhälften der Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden gesprengt werden. Bis die Unterbrechung der A66 ihr Ende findet, dauert es noch deutlich länger.

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          High Noon in Wiesbaden: Am 6. November wollen die Sprengmeister um Punkt 12 Uhr insgesamt 1160 elektronische Zünder betätigen, um nahezu zeitgleich die havarierte Südhälfte und die marode Nordhälfte der Wiesbadener Salzbachtalbrücke niederzulegen. Nach Angaben von Eduard Reisch, dessen im oberbayerischen Apfeldorf beheimatetes Unternehmen den Spreng-Auftrag erhalten hat, genügen 221 Kilogramm des hochverdichteten Sprengstoffs Semtex, um den acht Pfeilern der beiden jeweils 310 Meter langen Brücken den Halt zu nehmen. Damit möglichst wenig Sprengstoff benötigt wird, wurden die Pfeiler schon durch das Herausschneiden von Beton aus den Pfeilern geschwächt.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Zuerst soll die Südbrücke nach einer sogenannten Kollapssprengung in sich zusammenfallen. Drei Sekunden später sollen sich nach einer Kippsprengung die Trümmer der Nordbrücke dann auf die Reste der Südbrücke legen. Dieses Sprengkonzept hat den Schutz des unmittelbar benachbarten Hauptklärwerks zum Ziel. Bis es soweit ist, müssen fast 1200 Sprenglöcher bis 3,50 Meter tief in die Pfeiler gebohrt werden, und es müssen mit rund 4000 Lastwagenfahrten insgesamt 50.000 Kubikmeter Sand und Erde angefahren werden, um stark verdichtete Erdwälle und lockere Sandbetten aufzutürmen. Sie sollen Gleisbett und Straßen, Bachlauf und sensible Leitungen vor dem Aufprall der Brückentrümmer schützen sollen. Zudem wird ein 100 Meter langes und zehn Meter hohes Schutzgerüst aufgestellt, damit möglichst keine Brocken in die Klärbecken geschleudert werden.

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