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„Flurschaden klein halten“ : Salzbachtalbrücke soll gesprengt werden

Soll gesprengt werden: Die Salzbachtalbrücke Bild: Frank Röth

Die marode Salzbachtalbrücke auf der A66 soll gesprengt werden. Der Neubau könnte im Herbst beginnen. Das teilten Vertreter der Autobahnverwaltung in Wiesbaden mit.

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          Die wegen massiver Schäden gesperrte Salzbachtalbrücke auf der A66 soll gesprengt werden. Das gilt für beide Teile der Brücke, wie Vertreter der Autobahnverwaltung in Wiesbaden mitteilten. Innerhalb von zwei Monaten soll ein Konzept dazu stehen und die Sprengung möglich sein. Mit dem Neubau könnte im Herbst begonnen werden, wenn alles gut gehe. „Wir werden versuchen, den Flurschaden, der da entstehen könnte, möglichst klein zu halten“, sagte Ulrich Neuroth, Leiter der Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ein sanfter Rückbau wäre demnach die schlechtere Lösung. Für den Verkehr soll es eine Bypass-Lösung an der Brücke geben. Am Siegfriedring soll es eine provisorische Anbindung an die B455 in Richtung Mainz-Kastel geben und zwar bis zu den Sommerferien. Weiträumig soll der Verkehr etwa aus dem Rheingau über Hinweisschilder geleitet werden und der Autobahnverkehr über das Wiesbadener Kreuz und das Mönchhofdreieck. Ortskundige könnten den Mainzer Ring nutzen – der sei nicht so voll gewesen in den vergangenen Tagen wie befürchtet.

          Sicherheitszone um die Brücke gezogen

          Die Bauarbeiten sollen laut Planung etwa ein Jahr dauern. Wie es weiter hieß, könnte der Neubau die A66 ein Jahr bis anderthalb Jahre früher von der Baustellen-Lösung befreien, als bisher geplant. Derzeit ist die Verkehrslage wegen der Sperrung der Salzbachtalbrücke (A 66), der Mainzer Straße (B 263) und der zum Wiesbadener Kopfbahnhof führenden Bahngleise sehr angespannt. Täglich gibt es Staus in der Stadt und um sie herum.

          Die Straßenbauverwaltung hat eine 50-Meter-Sicherheitszone um die Brücke gezogen. In 14 Tagen soll eine Lösung stehen, um die Südbrücke zu stabilisieren. Sie könnte jederzeit kollabieren. Arbeiten daran seien nur aus der Ferne möglich.

          Bild: dpa

          Die Dramatik der Lage sei kaum zu unterschätzen, sagte der Wiesbadener Rathauschef Gert-Uwe Mende (SPD). Er verwies auf die großen Belastungen für Bewohner und Berufspendler sowie die Rettungsdienste und Wirtschaftsbetriebe. Die Planung für Abriss und Neubau sei sehr aus dem Zeitplan geraten.

          „Wir wissen jetzt, dass die Sprengung beider Brückenteile die wahrscheinlichste Lösung ist“, sagte er. Rund 80.000 Fahrzeuge, die täglich über die Brücke führen, lösten sich nicht in Luft auf. „Sie werden unsere Straßen verstopfen.“ Auf die Wiesbadener warte eine jahrelange Geduldsprobe. Die Autobahn GmbH müsse die neue Brücke so rasch wie möglich verwirklichen.

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