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„Andreas Anschlag“ : Russischer Spion in Heimat abgeschoben

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Wieder in Russland: Die verurteilten Eheleute Anschlag, deren wahre Identität auch dem Gericht verborgen blieb Bild: dpa

Ein verurteilter russischer Agent, der unter dem Namen Andreas Anschlag in Marburg gelebt hatte, ist aus Hessen in seine Heimat abgeschoben worden. Seine Frau hatte 2014 Deutschland vorzeitig verlassen können.

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          Ein verurteilter russischer Agent ist aus Hessen in seine Heimat abgeschoben worden. Er sei am Mittwoch aus der Justizvollzugsanstalt Butzbach abgeholt worden, teilte der Wetteraukreis in Friedberg mit. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe bestätigte die Abschiebung.

          Weitere Einzelheiten nannte sie zunächst nicht. Der Mann war mit seiner Frau im Sommer 2013 vom Oberlandesgericht Stuttgart zu Haftstrafen veurteilt worden. Die Frau wurde zu fünfeinhalb, der Mann zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

          Die beiden Russen hatten rund 25 Jahre lang ein filmreifes Doppelleben geführt. Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts lieferten sie dabei auch Hunderte Dokumente über EU und Nato an den russischen Geheimdienst SWR.

          Bis zur Festnahme im Oktober 2011 hatte das Paar unter den Namen Heidrun und Andreas Anschlag in Marburg und im baden-württembergischen Balingen gelebt. Die Frau hatte bereits 2014 Deutschland vorzeitig in Richtung Heimat verlassen können.

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