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Hessischer Rundfunk : Rundfunkrat unterstützt Digitalisierungskonzept

Die Radiowelle Hr2-Kultur steht vor großen Veränderungen. Bild: HR

Aus der Radiowelle HR2-Kultur werde ein Dudelfunk für Klassik, befürchten Hörer und Kulturschaffende. Der Rundfunkrat heißt geplante Veränderungen jedoch gut.

          Der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks heißt den Kurs der Geschäftsleitung des Senders gut, digitale Angebote auch in der Kulturberichterstattung auszubauen. Teilnehmer der Rundfunkratssitzung bezeichneten die Debatte namentlich über die geplanten Änderungen bei der Radiowelle HR2-Kultur am Freitag als „leidenschaftlich, aber fair und ernsthaft“. Am Ende habe der Rundfunkrat „mit deutlicher Mehrheit die Initiative der Geschäftsleitung“ unterstützt, teilte der Sender mit.

          Intendant Manfred Krupp und Hörfunkdirektor Heinz-Dieter Sommer wollen HR2 zu einer Klassik-Welle umgestalten. Hörer und Kulturschaffende befürchten,  Wortbeiträge würden aus dem Programm entfernt, im Radio komme nur noch Musik und die Kulturberichterstattung spiele sich in digitalen Formaten ab, wenn sie nicht ganz aufgegeben werde. Krupp sagte Mitte Juli im F.A.Z.-Interview: „Es ist jetzt schon so, dass bestimmte Formate als Podcasts stärker nachgefragt werden als in der herkömmlichen Sendung.“ Deshalb habe man vor, das Programm „erst einmal auf die digitalen Produkte auszurichten“.

          Debatte nicht zu Ende

          Krupp bedauerte dem Vernehmen nach in der Sitzung „Kommunikationsprobleme“. Der Rundfunkrat legt, wie er mitteilt, Wert darauf, dass alle weiteren Schritte „unter Beteiligung der Beschäftigten und in enger Abstimmung mit den Gremien“ beraten werden.

          Mitglieder des Rundfunkrats weisen darauf hin, dass es bei der Digitalstrategie des Hessischen Rundfunks nicht nur um HR2 gehe, sondern auch um die Kulturberichterstattung im Fernsehen. Die Debatte sei nicht zu Ende.

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