https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/rund-2500-teilnehmer-bei-anti-israel-demo-in-frankfurt-17342811.html

Nach VGH-Urteil : Rund 2500 Teilnehmer bei Anti-Israel-Demo in Frankfurt

Teilnehmer der pro-palästinensischen Kundgebung an der Hauptwache skandieren Parolen gegen Israel. Bild: Lucas Bäuml

Tausende Menschen sind zu einer Anti-Israel-Demonstration an die Hauptwache in Frankfurt gekommen. Die Stadt hatte die Kundgebung verbieten lassen, vor Gericht wurde das Verbot jedoch gekippt. Am frühen Abend kam es dann trotzdem zur Auflösung des Protests.

          2 Min.

          Eine aufgeheizte, aggressive Stimmung, aber keine Gewaltausbrüche: So hat am Samstag eine Kundgebung von pro-palästinensischen Gruppen an der Frankfurter Hauptwache begonnen. Rund 2500 Demonstranten sind in die Innenstadt gekommen, immer wieder muss die Polizei auf Einhaltung der Mindestabstände dringen. „Freiheit für Palästina“, skandiert die Menge, aber auch „Kindermörder Israel“. Unzählige palästinensische Fahnen werden geschwenkt.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Ihnen gegenüber stehen etwa 700 Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto „We stand with Israel“. Einer der Sprecher dort ist Michel Friedman. Er wirft den Teilnehmern der Palästina-Demo Antisemitismus vor. „Jeder darf in diesem Land sagen, was er will, aber wenn gefordert wird, dass die Bürger eines Staates verschwinden sollen, dann ist das eine Vernichtungsfantasie eines antisemitischen Phantasten“, sagt der Publizist in Richtung der Demonstranten.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Wieder abhängen auf dem Kassler Friedrichsplatz nach dem Abhängen des antisemitischen Großbanners des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi

          Desaster in Kassel : Ist die Documenta noch zu retten?

          Nach dem Documenta-Desaster: Sogar der Bundeskanzler fordert Konsequenzen, aber die Verantwortlichen klammern sich an ihre Posten. Jetzt soll die Ausstellung nach antisemitischen Werken durchsucht werden. Reicht das?