https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ruedesheim-ottes-ist-ehrenbuerger-18048205.html

Karl Ottes Bild: privat

Rüdesheim : Streiter gegen Bahnlärm

  • Aktualisiert am

Der ehemalige Bürgermeister und Kreisbeigeordnete Karl Ottes ist zum Ehrenbürger der Stadt Rüdesheim am Rhein ernannt worden

          1 Min.

          Rheingau-Taunus-Kreis ⋅ Dem früheren Aulhausener und Assmannshäuser Bürgermeister und langjährigen ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten Karl Ottes (FWG) ist anlässlich des gemeinsamen Sommerempfangs von Gewerbeverein und Tourismusverein die Ehrenbürgerwürde der Stadt Rüdesheim verliehen worden. Der Stellenwert dieser höchsten kommunalen Auszeichnung wird dadurch noch unterstrichen, dass Rüdesheim sehr sparsam bei der Vergabe ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie erst zweimal zuerkannt: in den Jahren 1954 und 1970 Hermann und Rudolf Asbach aus der gleichnamigen, mit Rüdesheim eng verbundenen Weinbrand-Dynastie.

          Der 80 Jahre alte Ottes blickt wie kaum ein anderer Politiker im Rheingau-Taunus-Kreis auf eine bemerkenswerte Laufbahn zurück. Im Alter von 25 Jahren übernahm er als damals jüngster Bürgermeister in ganz Deutschland die Verwaltungsleitung der damals noch selbständigen Gemeinde Aulhausen. Nach der Fusion mit Assmannshausen wurde er 1970 Bürgermeister der neuen Gemeinde, ehe Assmannshausen seinerseits Rüdesheim angegliedert wurde. Ottes setzte seine Laufbahn bei der Bayerischen Vereinsbank in Wiesbaden fort. Er gehörte dem ersten Kreistag des neu gegründeten Rheingau-Taunus-Kreises an und danach für 40 Jahre dem Kreisausschuss, zeitweise als ehrenamtlicher Erster Kreisbeigeordneter und Dezernent für Abfall und das Welterbe Oberes Mittelrheintal, dessen Entwicklung er auch im Welterbe-Zweckverband vorantrieb.

          Zudem engagierte er sich als Kämpfer gegen den Bahnlärm und als Befürworter der Bundesgartenschau 2029 im Rheintal. In seiner Partei, der CDU, galt Ottes schon 2011 als Auslaufmodell. Persönlich enttäuscht wechselte er zur FWG und setzte mit Unterstützung von Landrat Burkhard Albers (SPD) seine Arbeit fort.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Nicht mehr ganz so glänzend: Neue Tesla-Autos in der staubigen Grünheider Landschaft

          Tesla-Fabrik in Grünheide : Nicht mehr ganz so Giga

          Die Produktion stockt, die Personalsuche auch: Bei Tesla läuft es nicht rund. Jetzt formiert sich auch noch Widerstand gegen die Erweiterung des Werks, denn der Wald, der dort jetzt steht, war nie als Gewerbefläche gedacht.
          Verletzte sich auf dem von vielen Reitern gelobten Kurs: Allstar, hier mit Reiterin Rosalind Canter

          Chaos bei Reit-Veranstaltung : Blut und Tränen

          Ein totes Pferd sorgt für Bestürzung beim CHIO in Aachen, dem eigentlich größten Fest der Reiterei. Auch um die deutsche Dressur-Größe Isabell Werth gibt es reichlich Wirbel.
          Betrügerisch und böse: Leonardo DiCaprios Filmfigur in „The Wolf of Wall Street“ basiert auf dem echten Börsenmakler Jordan Belfort.

          Geschlechtergerechtigkeit : Männer kosten ein Vermögen

          Wie Männer sich verhalten, ist für die Gesellschaft irre teuer. Ein Männerberater beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten typisch männlicher Verhaltensweisen auf über 63 Milliarden Euro im Jahr. Trotzdem sind Männer auch für etwas gut.