https://www.faz.net/-gzg-7mlks

„Rückhaltlose Aufdeckung nötig“ : Hessen fördert Studie zu Missbrauch an Odenwaldschule

  • Aktualisiert am

Abermals in den Schlagzeilen: An der Odenwaldschule wurden jahrelang Jugendliche sexuell missbraucht Bild: dpa

Das Land Hessen will den sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule gemeinsam mit dem Internat und dem Opferverein aufklären. Es stellt dafür einen fünfstelligen Betrag zur Verfügung.

          1 Min.

          Mit 30.000 Euro fördert das Land die Aufklärung des sexuellen Missbrauchs an der Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim. Gemeinsam mit dem Internat und dem Opferverein „Glasbrechen“ müsse rückhaltlos aufgedeckt werden, was jungen Menschen dort widerfahren sei, erklärte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) in Wiesbaden.

          CDU und Grüne hatten in ihrem Koalitionsvertrag verabredet, die
          Ursachenforschung an der Odenwaldschule „bei Bedarf“ zu unterstützen. Die Landesförderung bezieht sich auf die Jahre 2014/2015. Die Schule hat zur Untersuchung bereits 80.000 Euro zur Verfügung gestellt.

          Die Übergriffe von Lehrern an Schülern liegen schon lange zurück
          und gelten strafrechtlich als verjährt. Ein  Abschlussbericht nennt die Zahl von 132 Missbrauchsfällen. 117 Männer und 15 Frauen sind demnach von Lehrkräften missbraucht worden; die Fälle erstrecken sich von 1965 bis Ende der neunziger Jahre. Opfer-Vertreter gehen aber von deutlich mehr aus.

          Weitere Themen

          Ehepaar Münch geht: AfD-Fraktion schrumpft

          Hochtaunus : Ehepaar Münch geht: AfD-Fraktion schrumpft

          Peter Münch, früherer Landesvorstandssprecher der AfD Hessen, mag nicht mehr der Fraktion dieser Partei im Hochtaunus-Kreistag angehören. Seine Frau folgt ihm. Das hat Folgen im Kreistag.

          Topmeldungen

          Impeachment-Anhörungen : Trumps Schattendiplomat

          Gordon Sondland muss sich auf ein regelrechtes Verhör gefasst machen. Von dem amerikanischen Botschafter bei der EU erhoffen sich die Demokraten Aussagen, mit denen sie Donald Trump der Erpressung und Bestechung überführen können.

          Bei Vortrag angegriffen : Weizsäcker-Sohn in Klinik getötet

          Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren Bundespräsidenten, ist von einem Angreifer in Berlin bei einem Vortrag erstochen worden. Der Täter wurde festgenommen, über sein Motiv besteht noch Unklarheit.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.