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Kickers Offenbach : Selbst der Himmel weinte

  • -Aktualisiert am

Der Treffer von Helmut Preisendörfer gegen Tasmania macht die Traumreise nach Berlin möglich. Bild: Ullstein

Mit drei Toren in drei Minuten ins Finale – und dann spielt der Schiedsrichter eine Hauptrolle: Im kollektiven Gedächtnis der Kickers-Fans sind die Verlierer von 1959 als zeitlose Helden in Erinnerung.

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          Am 13. Juni 1959 haben die Kickers die Chance, sich für das Endspiel zu qualifizieren, im dritten und letzten Heimspiel der Endrunde gegen Tasmania Berlin. Aber in der 86. Minute steht es 0:2, viele der 35000 Besucher verlassen schon das Waldstadion. Ein Fehler, denn es folgen die wohl spektakulärsten drei Minuten in der Kickers-Historie. Die Offenbacher sind in Unterzahl, Mittelläufer Helmut Sattler ist vom Platz gestellt worden. In 180 Sekunden stellen die drei Tore von Hermann Nuber (87.), Berti Kraus (88.) und Helmut Preisendörfer (89.) die Partie auf den Kopf, spätestens mit dem Ausgleich verlieren die Berliner jegliche Orientierung. „Das Spiel gegen Tasmania“, sagte OFC-Idol Hermann Nuber viele Jahre später, „steht noch immer über allem.“ Und Nuber – 429 Spiele (164 Tore) von 1953 bis 1971 für die Kickers – muss es wissen.

          Kein Groll, keine Wehmut, kein Nachtreten. Siegfried „Siggi“ Gast war mit seinen 20 Jahren das Küken in jener Offenbacher Elf, die 1959 als Verlierer vom Platz ging. Er hat sich seine Lebhaftigkeit bewahrt, flankiert von Standfestigkeit und Gelassenheit. Den Elfer damals, mit dem der Schiedsrichter die Eintracht nach seinerzeit gängiger Offenbacher Lesart bevorteilt hat? „Konnte man geben, musste man nicht geben.“ Über jene Szene, als der Frankfurter Richard Kreß vom Offenbacher Heinz Lichtl zu Fall gebracht worden sein soll, ist längst Gras gewachsen.

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