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Fotos: Helmut Fricke, Francois Klein (2), Ricardo Wiesinger, Daniel Vogl, dpa

Rote Radwege, teures Parken und neue Busse

Von MECHTHILD HARTING
Fotos: Helmut Fricke, Francois Klein (2), Ricardo Wiesinger, Daniel Vogl, dpa

10.12.2019 · Die Stadt Frankfurt kämpft seit einem Jahr, damit der Verwaltungsgerichtshof in Kassel kein flächendeckendes Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge und Benzinautos verhängt. Das für die Luftreinhaltung zuständige Land Hessen hat wiederholt angemahnt, die Stadt tue nicht genug. Eine Bilanz.

Radverkehr: Rote Markierungen und neue Wege für ein sichereres Radfahren

Die Initiative „Radentscheid“ mit ihren 40.000 Unterschriften, mit denen sie einen Bürgerentscheid erreichen wollte, hat den Anstoß gegeben. Das drohende Dieselfahrverbot hat unterstützend gewirkt, so dass im August das Stadtparlament der Römerkoalition folgte und beschloss, damit zu beginnen, Frankfurt zu einer fahrradfreundlichen Stadt umzubauen. Dazu gehört als einfachstes, aber nicht ganz preiswertes Mittel, auf vorhandenen Radwegen an Hauptverkehrsstraßen und an potentiellen Gefahrenpunkten rote Farbe aufzutragen wie etwa an der Gutleutstraße in Höhe des viel befahrenen Baseler Platzes, aber auch an der Altenhöferallee auf dem Riedberg. Das Verkehrsdezernat ist überzeugt: Bereits die Markierungen machen das Radfahren sicherer. Die Zusagen der Stadt an die Radentscheid-Initiative gehen jedoch viel weiter: So ist geplant, an zahlreichen vielbefahrenen Straßen Radwege neu zu bauen und zwar zulasten von Fahrspuren für den Autoverkehr. Das birgt einigen Sprengstoff in der öffentlichen Diskussion. Dennoch wurde der Anfang im Oktober an der Schönen Aussicht am nördlichen Mainufer gemacht – mit einem Radstreifen in beide Fahrtrichtungen. Entfallen ist dafür die zweite Autospur in Richtung Osten. Auf der angrenzenden Kurt-Schumacher-Straße folge im November stadteinwärts die rote Markierung – erst einmal bis zur Battonnstraße. Der Bus erhielt eine eigene Spur, sodass das Radeln dort abgeschotteter vom motorisierten Verkehr ist.

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