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Rentner erschossen : Polizisten rücken ins Blickfeld von Ermittlungen

  • Aktualisiert am

Unglücksort: Mit Flatterband sperrte die Polizei die Gegend um das Haus in Rodgau ab, in dem ein bewaffneter Rentner von Polizisten erschossen wurde Bild: dpa

Am Sonntag haben Polizeibeamte in Rodgau einen Rentner erschossen. Der Mann sei Jäger gewesen und habe in eine Klinik gebracht werden sollen. Alle vier Beamte haben auf den Rentner gefeuert, gegen sie laufen nun Ermittlungen.

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          Wegen der tödlichen Schüsse auf einen Rentner in Rodgau laufen gegen vier Polizeibeamte eines Spezialeinsatzkommandos Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung. Bei dem Feuergefecht mit dem 74 Jahre alten Mann am Sonntag hätten alle vier Beamte geschossen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Offenbach am Montag. Wie viele Schüsse abgegeben wurden und welche davon tödlich waren, werde untersucht.

          Am Montag wurde die Leiche des Rentners obduziert, die Auswertung des Ergebnisses stand aber zunächst noch aus. Der Rentner sei Jäger gewesen und habe mehrere Waffen legal besessen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Waffen wurden sichergestellt. Spezialisten untersuchten den Tatort.

          Der Rentner hatte nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) vor seinem Haus auf SEK-Beamte geschossen, um seine Einweisung in eine Klinik zu verhindern. Mehrere Beamte schossen zurück und verletzten den Mann tödlich. Das SEK war nach Angaben der Staatsanwaltschaft angefordert worden, weil die Polizei Schwierigkeiten befürchtet hatte.

          Weshalb der 74 Jahre alte Mann in einer Klinik untergebracht werden sollte, war zunächst unklar. Nach Zeugenaussagen habe der Mann an einer chronischen Krankheit gelitten, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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